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Buch-Kritik
Diesen
Monat kommt an dieser Stelle ein Star Wars Buch. Aus eigener Erfahrung weiß ich,
dass es dort sehr unterschiedliche Qualitäten gibt. Während man bei Star Trek
nicht allzu viel falsch machen kann, da das Prinzip „Schiff fliegt umher und
erlebt Abenteuer“ nur partiell abgeändert wird, versuchen sich viele Star Wars
Autoren daran die Mythologie der Jedi Ritter zu erklären. Leider gelingt dies
nicht immer allzu gut, so dass ich lieber jene Star Wars Bücher bevorzuge, die
nicht unbedingt mit den Haupt Charakteren a la Luke Skywalker oder Leia Organa
Solo handeln. Als Beispiel sei hier mal die X-Wing Reihe genannt, die sich um
Wedge Antilles dreht, jenem Kampfpiloten, der als einziger beide Angriffe auf
die beiden Todessterne überlebt hatte.
Aber da ich meinem Kodex treu
bleibe, und nur Bücher vom Grabbeltisch kaufe, wo sie (angebliche)
Mängelexemplare für ein Euro verramschen, hat man nicht immer die Wahl und nimmt
was man kriegen kann.
Das 450 starke Werk mit dem
Titel „Obi-Wan
Kenobi und die Biodroiden“
fand ich bei Weltbild, und hat mich schon mal dahingehend interessiert, da ich
gelesen hatte, dass es nicht die üblichen Helden waren, die hier ihren Auftritt
bekamen (kein rotzlöffeliger Anakin).
Aber fangen wir beim Anfang
an. Das Buch spielt zwischen den Episoden 2 und 3, also mitten in den
Klonkriegen zwischen der Konföderation der Separatisten und der galaktischen
Republik unter Palpatine.
Inhalt:
Unruhe kommt auf, als man hört, das der Planet Ord Cestus eine neue Art von
Kampfdroiden produziert, die den Klonkriegern der Republik weit überlegen sein
sollen, und zudem auch den Jedis gewachsen sind, weswegen sie den Spitznamen
Jedi-Killer erhalten.
Obi-Wan Kenobi wird zusammen
mit seinem Jedi-Kollegen Kit Fisto und einen kleinem Trupp von Klonkriegern nach
Cestus geschickt, damit er, notfalls mit Waffengewalt, verhindern soll, das
diese Kampfdroiden an die Konföderation geliefert werden. Kein leichter Auftrag,
da nicht wirklich herausgefunden werden kann, wer eigentlich die Kontrolle über
den Planeten hat, damit man mit diesem verhandeln könne.
Im Geheimen lässt Obi-Wan von
seinen Klonkriegern eine Armee von Einheimischen aufstellen, da diese erkannt
haben, dass ihre Anführer sie mit der Produktion der Jedi-Killer zwischen die
Fronten der Republik und der Konföderation bringen, was unzweifelhaft die
Zerstörung des Planeten zu folge hätte.
Die Entscheidungsschlacht wird
letztendlich aber zwischen den beiden Jedi und Count Dookus Sith Schülerin Asajj
Ventress ausgetragen, die im Hintergrund die ganze Zeit die Fäden zog.
Kritik:
Autor Steven Barnes hat ja nun
nicht gerade ein kleines Werk abgeliefert. Normalerweise stehe ich ja auf die
etwas fülligeren Bücher, da sie des meist eine eher seltene Komplexität und
Ideenfülle zur Schau stellen können. In diesem Fall war dies leider nicht der
Fall. Das Buch ist sehr detailliert, fast schon zu detailliert. Manchmal
überspringt man einfach den einen oder anderen Satz, weil einen die
Informationen aus dem letzten Kapitel wieder und wieder vorgekaut werden. Zudem
kamen noch die Preisgabe unnützer Informationen, die für die Handlung nicht
wirklich relevant waren. Dies machte das Lesen reichlich zäh und anstrengend.
Zur Idee selbst kann ich auch
nicht unbedingt mit Lob um mich werfen. Das ganze wirkte einfach nur wie eine
Fußzeile der Klonkriege. Ein kurzes Abenteuer ohne das dies Einfluss auf die
Zukunft haben könnte.
Fazit:
Auch wenn die Kritik nicht wirklich gut geklungen hat, so will ich das Buch
keineswegs völlig in den Dreck ziehen. Es ist nicht das schlechteste Star Wars
Buch das ich gelesen habe, aber es gehört leider auch nicht zu den besseren.
Hätte man das Buch etwa um die Hälfte gekürzt, was man zweifelsohne machen
könnte, ohne das die Handlung darunter leidet, dann hätte ich gesagt, ein nettes
kleines Abenteuer für zwischen durch. Der Fülle wegen kann ich es aber nur Star
Wars Fans empfehlen, und keinesfalls Gelegenheitslesern.
Text by Thomas
Raube
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