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Buch-Kritik
Star Trek –
Classic
„Notruf aus
dem All“
OT:
Mission to Horatius
Wohl
nur die Star Trek Fans der ersten Stunde können sich noch an ein Hardcover Buch
aus dem Kinderbuchverlag Franz Schneider erinnern, das den schlichten Titel
“Notruf aus dem All” trug und auf dem Cover eine Art UFO zeigte, auf dem der
Name Enterprise zu lesen war.
Was der Künstler da geschaffen
hatte war alles nur nicht die U.S.S. Enterprise, die Fans in aller Welt liebten.
Auch die Zeichnungen im Buch zeigten keine vertrauten Ansichten, sondern ein
beliebiges Raumschiffinneres, sonderbare Uniformen und vieles mehr.
Der Roman von Mack Reynolds
erschien Ende der sechziger Jahre in den USA und wurde bereits 1970 in einer
deutschen Ausgabe veröffentlicht, wohlgemerkt zwei Jahre, bevor ZDF damit begann
Star Trek auszustrahlen. Da verwundert es also nicht, das weder Zeichnungen noch
Terminologie dem entsprechen, was man ab 1972 im Fernsehen gezeigt bekam,
immerhin standen dem Übersetzer keinerlei Anhaltspunkte zur Verfügung, und er
wusste nichts von Phasern oder das man sich auf einen Planeten Beamen kann.
Um 1974 verschwand die
deutsche Ausgabe wieder vom Markt und wurde nie wieder aufgelegt. Der allererste
Star Trek-Roman ward seitdem ein begehrtes Sammlerstück, der zu horrenden
Preisen über die Ladentische ging.
25 Jahre später ist „Notruf
aus dem All“ wieder da, diesmal jedoch in einer komplett neu übersetzten und
erstmals auch vollständigen Fassung (die Schneider-Version war seinerzeits um
gut 20 Prozent gekürzt worden, außerdem wurde ein Kapitel über einen von Nazis
kontrollierten Planeten für die Kinderbuchfassung grundlegend geändert).
Plot:
Die Enterprise ist unter dem
Kommando von Captain Kirk auf der Suche nach dem Ursprung eines Notrufs und
stößt dabei auf mehrere Planeten im Horatius System, auf denen die Crew mehr als
einmal in eine gefährliche Situation gerät.
Kritik:
Sehr viel mehr kann man zum
Plot nicht erzählen, um nicht die Wendungen des Buches preiszugeben. Aber, wenn
man ehrlich ist, gibt es da auch nicht viel mehr zu erzählen. Das der
Schneider-Verlag das Buch damals als Kinderbuch herausgebracht hat, ist durchaus
verständlich, denn die Grammatik ist sehr einfach gehalten, die Geschichte
schlicht und kann sich heutzutage mit keinem anderen Trek-Roman messen. Was an
„Notruf aus dem All“ letztendlich übrig bleibt ist einzig und allein die
Tatsache, das es halt das erste Star Trek Buch überhaupt war, und lange als
verschollen galt.
Als Sammler und Komplettist
kann man in Erwägung ziehen sich das Buch zuzulegen, sonst jedoch...
Gelinde gesagt ist man schon
enttäuscht, wenn man die ersten dreißig Seiten durchliest. Kommt man dann ans
Ende kommt man zum Schluss, dass das ganze eine große Zeitverschwendung war.
Fazit:
Geschichtsträchtiges Sammlerstück ohne Fun-Faktor. Besser die Finger von lassen.
by Thomas Raube
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