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Buch-Kritik
Star Trek
Der Erste Kontakt
(OT: First Contact)
Von
J.M. Dillard
Bücher die zu Filmen
erscheinen haben meist einen schlechten Ruf. Besonders wenn es Filme sind, die
mit den Effekten reizen. Diese sind natürlich im Buch nicht mehr so spektakulär.
Ich meine, schaut auch den Film „Avatar“ an, und lest euch dazu das Buch durch.
Welches wäre wohl empfehlenswerter?
Das zweite Problem das viele
auf Filmen basierte Bücher haben, sind die sture 1:1 Umsetzung. Wer den Film
gesehen hat, will nicht genau die gleichen Dialoge, teils Wort für Wort, im Buch
wieder finden. Es sind gerade die Varianzen, die solche Bücher erst interessant
machen. Im Buch kann man geschnittene Szenen wieder hereinbringen, man kann
näher auf einzelne Themen eingehen, die aufgrund der limitierten Laufzeit eines
Filmes der Schere oder dem Rotstift zu Opfer gefallen sind.
Star
Trek - First Contact ist bis heute einer der beliebtesten Star Trek Filme unter
den Fans. Das Buch dazu ist nicht minder ein Glanzstück, was auch daran liegen
kann, das die Autorin mit John Eaves zusammengearbeitet hat, der bei First
Contact als Illustrator tätig war, und die ganzen kleinen optischen Feinheiten
für den Film entwickelte.
Plot:
Die neue Enterprise-E
patrouilliert an der romulanischen neutralen Zone, als Picard und seine Crew
davon erfahren, das die Borg die Kolonie auf Ivoc Prime zerstört haben. Ein
Kubus ist nun auf dem Weg zur Erde.
Entgegen der Befehle der
Sternenflotte greift Picard in dem Kampf ein, und es gelingt ihm zusammen mit
dem Rest der Flotte den Kubus aufzuhalten. Doch eine Sphäre entkommt der
Explosion und reißt zurück in die Zeit.
Picard erkennt als erster das
Vorhaben der Borg: Sie wollen im Jahr 2063 den ersten Warpflug der Menschheit
verhindern, da durch diesen der Erste Kontakt zu einer Außerirdischen Lebensform
hergestellt wird.
Die Enterprise reist also
ebenfalls in die Vergangenheit um Zefram Cochrane und damit das zukünftige
Entstehen der Föderation zu retten.
Doch die Borg lassen sich
nicht so leicht von ihrem Plan abhalten und nisten sich in der Enterprise selbst
ein. Und Picard muss sich nun seiner Nemesis stellen, die ihm Jahre zuvor in
Locutus verwandelt hatte…
Kritik:
Ich denke, weiter brauche ich
auf die Handlung nicht eingehen, der Film wird sicherlich jedem noch im
Gedächtnis sein.
Star Trek First Contact
erschien seinerzeits auf dem Höhepunkt des Star Trek Hypes, so dass nicht weiter
verwunderlich war, das ich das Buch beinahe zeitgleich in den Händen hielt wie
meine Kinokarte. Und ich habe es nicht bereut.
J.M. Dillards Schreibweise ist
angenehm flott, ohne all zu schnell durch die Handlung zu rasen. Ganz im
Gegenteil, hin und wieder nimmt sie sich Spielraum, um die Brücken zwischen der
Serie „The next Generation“ und dem Kinofilm zu schlagen, was besonders den
Leuten zugute kommt, die die Episode „In den Händen der Borg“ nicht mehr so vor
Augen haben. Dillard beschreibt Picards Verbindung zu den Borg, zu Wolf 359 und
andere Kleinigkeiten die eher den Fans auffallen dürfen, so das das Buch eine
ideale Ergänzung zum Film wurde. In kleinen Teilen geht das Buch
handlungstechnisch weiter als der Film.
Die Autorin:
J. M. Dillard ist das
Pseudonym der Schriftstellerin Jeanne Kalogridis, die am 17. Dezember 1954 in
Florida geboren wurde. Sie studierte Mikrobiologie und Russische Literatur,
anschließend ging Kalegridis nach Washington und lehrte acht Jahre Englisch an
der American University.
Sie gab ihre Stellung auf,
nachdem ihre parallel verfolgte Laufbahn als Schriftstellerin so gut Fahrt
aufgenommen hatte, dass Kalegridis freie Autorin werden konnte. Zunächst
verdingte sie sich als „J. M. Dillard“ in den Minen der „tie-in“-Industrie und
produzierte Romane zu Filmen und Fernseh-Serien. Dabei spezialisierte sie sich
auf das „Star-Trek“-Universum. Für das Franchise schrieb sie nicht nur für
sämtliche Serien, sondern verfasste auch die Romane zu den Kinofilmen „Star Trek“
V bis X. Ihre Beiträge beschränken sich nicht auf die genaue Kenntnis der „Star-Trek“-´Fakten´
und schriftstellerische Routine, deshalb gehören Dillard-Romane zu den
lesenswerteren Franchise-Buchprodukten.
Unter ihrem Geburtsnamen
veröffentlichte Kalogridis zwischen 1994 und 1996 eine Chronik der Familie
Dracul, die lose auf Bram Stokers Horror-Klassiker „Dracula“ basiert. Ebenfalls
unter ihrem richtigen Namen schrieb Kalegridis ab 2001 Historienromane. Sie
verbinden Fakten mit Schmalz und sind sehr umfangreich, sodass sie eine große,
vorwiegend weibliche Leserschaft finden.
Fazit:
Wie auch der Film ist das Buch
„Star Trek – First Contact“ ein Leckerbissen für alle Trekkies. Perfekte
Schreibweise, eine Autorin mit Hintergrundwissen und gute Referenzen auf frühere
Star Trek Ereignisse lassen nur eine Wertung zu:
5 von 5 Punkte

Text by Thomas Raube
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