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Buch-Kritik

 

Die drei Stigmata des Palmer Eldritch

OT: The Three Stigmata of Palmer Eldritch

 

Zeit seines Lebens bemühte sich Autor Philip K. Dick vergeblich um Anerkennung und Erfolg, dies stellte sich, wie es bei den meisten großen Künstlern ist, erst nach seinen Tod ein.

Ich bin mir ziemlich sicher, das niemand von euch das K. Dick Buch „Do Androids Dream of Electric Sheep?“ kennt, obwohl es zu eines seiner größten Werke gehört. Aber sicherlich habt ihr schon einmal von „Blade Runner“ gehört, oder? Unter diesen Namen erschien nämlich die Verfilmung, und brachte Dick die ihm zustehende Wertung. Aber auch andere Filme, wie etwa „Total Recall“ basieren auf einer Buchidee von Philip K. Dick.

 

Plot:

Die drei Stigmata des Palmer Eldritch beginnt wie ein gewöhnlicher SciFi Roman: Die Erde der Zukunft ist total verbaut, der Treibhauseffekt hat die Atmosphäre überhitzt, und die Welt wird von den vereinten Nationen regiert, zu deren Befugnissen es gehört, jedermann auf die Randkolonien Mars oder Venus zu schicken. Das Leben dort, besonders in den Grubenkolonien des Mars ist trostlos und nur unter der Verwendung der illegalen Droge „Can-D“ erträglich. P.P. Layouts hat das Drogenmonopol, doch als der verschollen geglaubte Palmer Eldritch angeblich aus einem anderen System zur Erde zurückkehrt und von der UNO die Erlaubnis erhält, eine neue Droge namens „Chew-Z“ auf den Markt zu bringen, die Reinkarnationen ermöglichen soll, sieht Leo Bulero, der Boss von P.P. Layouts, die Existenz seiner Firma bedroht und beschließt den lästigen Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. Doch er wird gefangen genommen und der Droge Chew-Z ausgesetzt. Er erwacht in der persönlichen Alptraumwelt des mysteriösen Palmer Eldritch, und der Kampf gegen das personifizierte Böse beginnt.

 

Kritik:

Wie in seinen anderen Hauptwerken steht die Frage nach der Realität auch in diesem Roman im Mittelpunkt, das den Leser reichlich verwirren wird, denn jedwede Realität wird aufgebaut, nur um dann mit der nächsten zu verschwimmen.

Das Buch ist spannend und mitreißend geschrieben, hat durch das Alter aber leider bereits einiges an Glaubwürdigkeit verloren. „Die drei Stigmata...“ sollte daher keineswegs mit heutiger moderner SciFi verglichen werden, denn mit dem Ideenreichtum der heutigen Autoren (beeinflusst von unserem heutigen Tatsachenwissen) kommt auch ein K. Dick leider nicht mehr mit.

Lässt man sich aber darauf ein, und hinterfragt nicht jede Entscheidung und Wendung kann man sich auf ein gutes Lesevergnügen einstellen.

Anzumerken ist noch das überaus informative Nachwort von Paul Williams aus dem Jahre 1979, der dem Roman ein besseres Verständnis gibt.

 

Fazit: 3,5 von 5 Punkten. Für Interessierte klassischer SciFi.

 

 

Text by Thomas Raube

 

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