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Buch-Kritik „Die Ehre des Drachen“ war meine Wahl, als ich beschloss mal wieder ein Star Trek Buch zur Hand zu nehmen.
Plot: Das Drachenimperium ist eine alte Erd-Kolonie, die auf Siedler zurückgeht, die während der eugenischen Kriege die Erde verlassen haben. Diese Kolonisten haben auf ihrer neuen Welt eine Gesellschaft errichtet, die sehr an das imperialistische chinesische Kaiserreich angeglichen ist. Einige Jahre lang wurde der Hauptplanet dieses Imperiums von Machtkämpfen bedroht, deren Ende nun die Heirat zwischen dem ältesten Sohn des Imperators und der Tochter des Rebellenführers besiegelt werden soll. Mit der Beendigung der politischen Auseinandersetzungen soll auch die Aufnahme des Drachenimperiums in die Föderation ermöglicht werden. Da also die Föderation am sicheren Ablauf der Hochzeit ein besonderes Interesse hat und der Kaiser nur mit einem Krieger verhandeln will, schickt die Starfleet, die Enterprise zur Zentralwelt des Imperiums, damit Picard und einige ausgewählte Offiziere den Hochzeitsfeierlichkeiten beiwohnen können. Auf dem Weg zu ihren Auftragsgebiet begegnet die Enterprise einem Schiff der G’kkau, einer Piratenrasse von reptilienhaften Humanoiden, die sich vorgenommen haben das Drachenimperium zu erobern. Die Enterprise kann das Schiff jedoch vertreiben, und setzt seine Reise fort. Die G’kkau haben aber bereits Kollaborateure auf der Zentralwelt auf ihrer Gehaltsliste, die den Kaiser töten sollen, damit der Thron auf sie fällt. Als Picard auf der sehr Männerdominierten Welt landet, findet er sich schnell in Bedrängnis wieder. Dazu trägt nicht nur das sehr interessante Essen bei (schon mal tausend Jahre eingegrabene Ratte probiert?), sondern auch die herablassende Behandlung die seine weiblichen Offiziere erfahren und das offensichtliche materielle Interesse des Kaisers an Data der den Androiden gerne als Geschenk behalten möchte. Das sowohl Braut als auch Bräutigam von der bevorstehenden Hochzeit wenig zu halten scheinen und auch der Kaiser eigentlich, genau wie der Bräutigam wenig von dem Bündnis mit der Föderation anfangen können, macht Picards Aufgabe nicht gerade leichter. Als dann am Vorabend der Hochzeit ein Anschlag verübt wird, den Data gerade noch verhindern kann, ist Picard endgültig gezwungen einzugreifen, und Untersuchungen anzuordnen. Er schickt seine Offiziere mit je einem der potentiellen Opfer/Täter los, damit bis zur Hochzeit keiner, der für den Frieden wichtigen Teilnehmer stirbt. Dr. Crusher begleitet die Braut in den Harem, Picard und Troi bleiben bei dem Kaiser und Commander Riker begleitet die Söhne des Kaisers auf eine Junggesellenabschiedsparty. Hier spitzt sich die Sache immer mehr zu, denn die G’kkau ziehen im Hintergrund die Fäden.
Kritik: Die Ehre des Drachen bietet eigentlich alles, was man sich als Trekkie wünschen kann. Das Buch hat 296 Seiten, die sinnvoll genutzt wurden, um die Handlung fast bis zum Schluss stetig aufzubauen, um dann mit einem Paukenschlag zu enden. Auch die G’kkau sind eine interessante neue Rasse. Es handelt sich bei ihnen um eine Spezies, deren Kommunikation stark auf olfaktorischen Elementen (Gerüche) beruht und die darum allen visuell orientierten Rassen sehr misstrauisch gegenüberstehen. Geschrieben wurde das Buch von zwei Autoren. Der eine ist Greg Cox, ein seltener, aber nicht unbekannter Name in der Star Trek Bücherwelt. Er war an „Der Teufel im Himmel“ (DS9) und „Das schwarze Ufer“ (Voy) beteiligt. Der zweite Autor Kij Johnson ist ein absoluter Neuling, von daher kann ich zu ihm nichts sagen.
Fazit: Sehr lebendige Schreibweise die mich ein mittleres bis gutes Lesenswert herauskitzeln lässt.
Text by Thomas Raube |
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