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Buch-Kritik
Dune – Der
Wüstenplanet
Der Wüstenplanet
(OT: Dune)
Von Frank Herbert
Die Dune Reihe von Frank
Herbert und seinem Sohn Brian gehören unangefochten zu den ganz großen der
Science Fiction Literatur. Selbst Arthur C. Clarke adelte die Bücher mit
folgenden Sätzen: „Einzigartig in der Charaktersierung und dem
Detailreichtum der Darstellung dieser Welt. Neben Tolkiens Herr der Ringe
und diesem Epos kenne ich nichts Vergleichbares.“
Plot:
Wir
schreiben das Jahr 10191. Die Menschheit wird regiert von den großen
Häusern, welche ständig im Konflikt um das Spice sind. Eine
bewusstseinsverändernde Droge die wahrsagerische Fähigkeiten und eine
bessere geistige Wahrnehmung hervorrufen. Zudem ist das Spice die einzige
Möglichkeit für das sichere interstellare Reisen, denn die Navigatoren der
Raumfahrergilde können damit den Raum krümmen, und ohne Zeitverlust jeden
beliebigen Ort der Galaxis erreichen. Dummerweise findet sich das Spice nur
auf einem einzigen Planeten: Arrakis, auch Dune genannt.
Herzog Leto, Oberhaupt des
Hauses Atreides bekommt vom Imperator die Lehnsherrschaft über Arrakis
übertragen, da der Spice Abbau durch das Haus Harkonnen zunehmend stockender
wurde. Kurzerhand zieht er mitsamt seiner Konkubine Jessica und ihrem
gemeinsamen Sohn Paul auf den Wüstenplaneten. Die Atreiden merken schnell,
das diese Umgebung eine völlig andere ist als Caladan, der Wasserplanet, den
sie einst bewohnten. Jeder Tropfen Wasser ist hier mehr wert als ein
Menschenleben. Um den Spice-Abbau anzukurbeln beschließt Leto Kontakt mit
den Fremen aufzunehmen, Einheimische, die sich im laufe der Jahrtausende an
das Leben in der Wüste angepasst haben. Bevor es jedoch zu einer Allianz
kommen kann, greifen die Harkonnen den Palast an und töten Herzog Leto. Sein
Sohn und seine Frau können in die Wüste entkommen, wo sie von ihren Feinden
für Tod erklärt wurden. Die beiden werden jedoch von den Fremen aufgenommen,
und Paul der sich von da an Mua’dib nennt schlüpft in die Rolle des Fremen
Messias, der den Djihad, den heiligen Krieg einleiten soll.
In den folgenden Jahren
profitieren sowohl Paul als auch die Fremen von dieser Allianz, denn während
Paul und seine Mutter alles über das Überleben in der Wüste lernen, weisen
sie die Fremen in die Geheimen Kampfkünste der Bene Geserit ein.
Die Harkonnen, die nach
dem Putsch wieder die Kontrolle über Arrakis übernommen haben, werden durch
die ständigen Guerilla Angriffe der Fremen, die nun unter Mua’dibs Befehl
stehen Stück für Stück aufgerieben, so dass der Spice-Fluss erneut zu
versiegen droht, weswegen die Raumfahrergilde den Imperator zwingt
persönlich einzuschreiten. Etwas worauf Paul nur gewartet hatte, denn nun
kann er den Djihad starten…
Kritik:
Dune – Der Wüstenplanet
gehört unangefochten zu den Werken, an die man als Science Fiction Fan nicht
drumherum kommt. Die flüssige Schreibweise lässt nicht auf einer einzigen
Seite Langeweile aufkommen, und jederzeit hat man ein klares geistiges Bild
vor Augen, so dass alles wie ein Film nebenbei herläuft. Dune schafft es
zudem einen sehr ausgefallenen Genre Mix zu bieten in dem Action, SciFi,
Religion, Polit-Thriller und Mysterie vertreten ist.
Zusatzmaterial:
Die Neuauflage des Buches
liefert ein umfangreiches Zusatzmaterial, das es erleichtert in die Umgebung
des Wüstenplaneten einzutauchen. Es gibt Anhänge der Ökologie des
Wüstenplaneten, der Großen Häuser, zudem einen Glossar über Charaktere,
Orte, Sprichwörter und Planeten, und einer Timeline mit den wichtigsten
Ereignissen.
Dune wurde bislang zweimal
verfilmt. Einmal als Kinoadaption in der unter anderen Patrick Stewart, Dean
Stockwell und Sting mitspielten und dann als Sechsteiliger DVD-Film der auch
die beiden Nachfolger-Bücher „Der Herr des Wüstenplaneten“ und „Die Kinder
des Wüstenplaneten“ beinhaltete.
Der Kinofilm von
Kultregisseur David Lynch erlangte nur mäßigen Erfolg, aufgrund der
damaligen bescheidenen Effekte und der entfremdeten Story. Die DVD-Version
war da schon um einiges weiter, denn sie lieferte Storytechnisch fast eine
1:1 Umsetzung des Buches. Leider hatte man nicht den Mut gehabt, diese
Version in die Kinos zu bringen.
Eine weitere Kinoadaption
soll 2009/2010 kommen.
Fazit:
Dune bietet jeden etwas, der was mit guter Science Fiction anfangen kann.
Eines der besten Bücher die ich kenne.
5 von 5 Punkte.
Text by Thomas Raube |