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Buch-Kritik
Die Legende Teil 2
Letzten Monat hab ich mich an dieser Stelle ja schon dem ersten Part des Zweiteilers Dune – Die Legende gewidmet. Und ich hatte ja versprochen, sofern ich die 900 Seiten des zweiten Teiles durchbekomme, werde ich wieder ein paar Worte dazu aufschreiben.
Butlers Djihad brachte die Liga der Edlen, die letzten Reste der Menschheit, dazu, aus einen Defensivkrieg gegen die künstlichen Intelligenzen und die Cymeks einen Offensivkrieg zu machen. Mittlerweile erstreckt sich dieser Krieg in jedem Winkel des Universums, und auch die Mentalität der Menschen änderte sich nach mehr als 30 Jahren nervenaufreibenden Krieg. Auf manchen Welten werden Kinder nicht mehr nur aus Liebe geboren, sondern um die großen Verluste während der Schlachten auszugleichen. Inmitten dieser Kriegswirren begleitet „Der Kreuzzug“ die Schicksalswege unterschiedlicher Menschen, die wir schon im ersten Teil kennengelernt haben. Serena Butler und ihr von den Maschinen getötetes Kind, dessen Tod den Grundstein für den Djihad legte, die Kommandeure Xavier Harkonnen und Vorian Atreides, die an vorderster Front gegen den Allgeist Omnius kämpfen, und nicht zu vergessen, die Geschichte von Selim, dem ersten Wurmreiter auf Arrakis, der durch das Spice einen Blick in die Zukunft werfen durfte. Doch auch die Seite der Bösen bleibt nicht unbeleuchtet. Während Omnius herausfinden will, was die Menschen in diesem Djihad antreibt, konspirieren die letzten Überlebenden Titanen, die in Cymeks verwandelten Aufrührer, die das alte Imperium zu fall gebracht hatten, gegen Omnius.
Eigene Meinung: Der Kreuzzug beginnt leider nicht ganz so spannend, wie noch der erste Teil. Zum Teil einfach, weil nun bereits einige Jahre vergangen sind, und der Leser nur einfach ein schneller Überblick gewährt bekommt. Aber auch der Rest des ersten Viertels, liest sich leider nur schwerfällig, da die Handlung nicht wirklich vorangetrieben wird, und man etwas 200 Seiten auch gut auf die Hälfte hätte reduzieren können. Auch wenn dies vielleicht zuerst abschreckt, wird man schnell belohnt, wenn man diesen Teil des Buches durch hat, denn ab da, kommt die Spannung, die man aus dem ersten Teil kannte wieder zurück. Die Ereignisse wenden sich an allen Handlungsorten, und davon gibt es gleich sechs, um 180°, so dass man das Buch ab diesen Zeitpunkt nur schwer wieder aus den Händen legen kann.
Fazit: Für jeden von euch, der an den Wüstenplanet-Zyklus interessiert ist, sollte „Dune – Die Legende“ keinesfalls auslassen. Frank Herbert hat in seinen Sohn Brian einen würdigen Nachfolger gefunden. Selten gibt es Bücher dieser Länge (ich meine, 1800 Seiten sind kein Pappenstiel;-) die dermaßen durchgehend fesseln können, ohne dass man gelegentlich mal eine Zeile überspringt.
Text by Thomas Raube |
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