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Buch-Kritik
Dune – Der
Wüstenplanet
Der Herr des Wüstenplaneten
(OT: Dune Messiah)
Von Frank Herbert
Der zweite Teil der
Dune-Saga ist auch gleichzeitig das dünnste Exemplar der Reihe. Mit nur knapp
300 Seiten reicht „Der Herr des Wüstenplaneten“ also gerade mal an die
üblichen Taschenbücher heran, was nach dem, was man bisher kennt doch recht
enttäuschend ankommt.
Plot:
Einige
Jahre sind vergangen, seit Paul Muad’dib den Planeten Arrakis an sich
gerissen, und den Imperator abgelöst hat. Sein Kreuzzug, der Djihad, hat
sich in der gesamten Galaxis ausgebreitet, und die Fremen eroberten Planeten
um Planeten, und zwangen den Bewohnern ihre Religion auf. Ohne Zweifel
spricht man von Muad’dib von der einflussreichsten und wichtigsten
Persönlichkeit der letzten zehntausend Jahre.
Doch er selbst ist der
Macht überdrüssig. Sein Djihad hat eine Eigendynamik entwickelt, die nicht
einmal er mehr aufhalten kann. Inzwischen wünscht er sich mit seiner Frau
Chani in die Wüste zurückzukehren, um dem zu entfliehen. Doch aus seinen
Visionen, die er durch das Spice bekommt, weiß er, das die Zukunft einen
anderen Weg für ihn bereit hält.
Die Raumfahrergilde
konspiriert inzwischen mit den Fleisch-Händler der Bene Tleilax und schaffen
einen Ghola, eine aus seinem Fleisch reproduzierte Kopie von Duncan Idahoe,
jenem Kriegsheld der Atreiden, der im Kampf um Arrakis sein Leben gelassen
hat. Da er einst ein enger Freund und Lehrer von Paul war, hofft man ihn als
das perfekte Werkzeug einzusetzen, einen Anschlag auf Muad’dib zu verüben.
Währenddessen erwartet
Chani Zwillinge von Paul, die sie jedoch nur mithilfe einer speziellen Spice
Diät bekommen kann, da sie insgeheim vergiftet wurde. Paul ist sich dank
seiner Zukunftsvisionen bewusst, das er Chani dabei verlieren wird, ist aber
nicht imstande die Zukunft zu verändern.
Durch einen Anschlag
abtrünniger Fremen, die die Umwandlung der Wüste aufhalten wollen, verliert
Paul seine Augen, kann aber mithilfe seiner Visionen weiterhin sehen. Kurz
nach der Geburt von Pauls Zwillinge aktivieren die Tleilax den Schläfer in
Duncan Idahoe, doch der, inzwischen bester Freund von Paul und Liebhaber
seiner Schwester Alia überwindet seine Programmierung und rettet Muad’dib
und seine Kinder.
Da ihn seine Visionen
fortan nicht mehr begleiten, reist Mua’dib, der blinde Messias gemäß der
alten Fremenbräuche in die Wüste zum sterben…
Kritik:
Leider muss man sagen, das
der zweite Teil, gemessen am Vorgängerbuch, nicht so recht überzeugen
konnte. Zugegeben, die Geschichte ist nicht schlecht, und insgesamt eine
würdige Fortsetzung, jedoch vermochte das Buch mich nicht zu fesseln. Der
Detailreichtum, dem ich beim ersten Buch geliebt habe, war hier kaum zu
spüren
Fazit:
Insgesamt wohl der
schwächste Teil der Saga, aber immens wichtig, um den weiteren verlauf zu
verstehen. Mit Muad’dib Kindern und vor allen Dingen seinem Sohn Leto II
steht der Grundstein für die weiteren Bücher.
Von daher vergebe ich
milde 3 von 5 Punkte.
Der Autor:
Frank Herbert wurde 1920
in Tacoma, Washington geboren. Nach einem Journalismus-Studium arbeitete er
unter anderem als Kameramann, Radiomoderator, Dozent und Austerntaucher,
bevor 1955 sein Romanerstling „The ragon in the Sea“ (Atom U-Boot S 1881)
zur Fortsetzung in einem Scifi-Magazin veröffentlicht wurde. Der Durchbruch
als Schriftsteller gelang ihm jedoch erst Mitte der sechziger Jahre mit
Dune, dem Auftakt zur erfolgreichsten SciFi Zyklus der Literaturgeschichte.
Frank Herbert starb im Jahre 1986.
Sein Sohn Brian Herbert
übernahm, gestützt auf den Nachlass seines Vaters mehrere Fortsetzungen
zusammen mit dem Star Wars Autor Kevin J. Anderson.
Dune Messiah wurde vom
amerikanischen SciFi Channel in einer Aufwendigen TV-Version verfilmt und
gibt es als Dreiteiler der auch die Geschichte des folgenden Buches „Children
of Dune“ dazunimmt auf DVD zu kaufen.
Text
by Thomas Raube
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