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Buch-Kritik
Star Trek –
Deep Space Nine
Gefallene Helden
(OT: Fallen Heroes)
Von Dafydd ab Hugh
Plot:
Quark bekommt eine Truhe
verkauft, die scheinbar von Cardassia stammt. Nachdem eine Untersuchung ergeben
hat, dass der Inhalt der Truhe ungefährlich ist, öffnet Quark sie in Odos
Beisein, der dem Inhalt der Truhe immer
noch
skeptisch gegenübersteht. In dem Kasten befinden sich viele alte Objekte,
darunter auch eines, welches Quark schnell genauer untersucht, dabei löst er
einen Mechanismus aus, der sowohl Quark als auch Odo in eine Zeitblase drei Tage
in die Zukunft versetzt.
Zur gleichen Zeit passiert ein
Raumschiff das Wurmloch und greift DS9 an. Offensichtlich wollen die Fremden
einen ihrer Artgenossen befreien, nur dass niemand weiß, wo sich der Gesuchte
befindet.
Die unheimlichen,
roboterähnlichen Wesen halten sich nicht lange mit Verhandlungen auf, sondern
senden ein Enterkommando aus, das DS9 besetzt. Jeder, der den Invasoren in die
Hände fällt, wird getötet. Commander Sisko und seine Crew versuchen verzweifelt
die Station zu verteidigen, doch die skrupellosen Angreifer sind nicht zu
stoppen. Innerhalb kürzester Zeit richten sie unter Zivilisten und
Sicherheitskräften ein Blutbad an, sind aber selbst durch ihre Körperpanzer
nahezu unverwundbar.
Als Odo und Quark in der
Zukunft wieder zu sich kommen, finden sie sich auf DS9 wieder, allerdings ist
jedes auf der Station befindliche Lebewesen tot...
Quark und Odo sehen nur eine
Möglichkeit: Sie müssen einen der toten Angreifer finden und wieder mit der
Vorrichtung durch die Zeit zurückreisen, um zu verhindern, dass alles Leben auf
DS9 ausgelöscht wird. Schnell stellen sich aber Probleme ein...
Kritik:
Alle Crew-Mitglieder von DS9
werden getötet, nur Odo und Quark können das rückgängig machen.
Die Inhaltsangabe ist bewusst
etwas knapper gehalten, da ich nicht die ganze Spannung schon im voraus nehmen
will. Nur soviel: Wer jetzt meint, das ganze Buch spielt sich nur in der Zukunft
bei Odo und Quark ab, der irrt. Durch den ganzen Roman ziehen sich Rückblenden,
die erzählen, was auf DS9 geschehen ist, und das auf eine sehr harte Weise.
Lesen zu müssen, wie Dax, Kira oder O'Brien sterben, ist nicht leicht und für
Zartbesaitete Leser vielleicht ein etwas harter Brocken, da vor allem Kiras Tod
doch sehr hart beschrieben wird.
Für alle anderen Leser ist
dies allerdings sehr, sehr spannend und natürlich sehr ergreifend, zum einen,
weil man nicht genau weiß, ob jetzt eine weitere Hauptperson stirbt oder ob der
oder diejenige es doch noch schafft. Odo und Quark sind sicherlich ein lustiges
Team, was zu einigen Lachern führt, allerdings fand ich es manchmal in einem
ansonsten doch recht harten Roman wie diesem etwas unpassend. Zum Glück hat der
Autor es nie zu stark übertrieben.
Auffallend ist der hohe Anteil
an Details und Beschreibungen. Das sorgt dafür, dass viele Kapitel wie ein Film
im Kopf mitlaufen und sie sich somit umso mehr einprägen. Etwas was die
wenigsten Trek-Romane schaffen, auch dadurch ist „Fallen Heroes“ ein Geheimtipp.
Auch der Handlungsfaden um
Jake ist gut geschrieben, da der Charakter hier nicht nervt, sondern sehr ernst
beschrieben wird. Zur Story kann man also sagen, dass sie durch den Mix von
Rückblenden und Gegenwart gut gelungen ist und viele spannende, emotionale,
actionreiche aber auch humorvolle Momente aufweist.
Das gesamte Buch ist somit ein
Must-Read der Star Trek Romane, schließlich wird es nicht umsonst unter den Top
3 der Trek Romane gehandelt. Selbst wer keinen richtigen Draht zu DS9 gefunden
hat wird hier auf seine Kosten kommen. Das Buch ist sehr gut geschrieben, auch
wenn die Übersetzung an manchen Stellen stark hinkte. Aber darüber zu
diskutieren bringt wohl nicht viel, diesen Aspekt kann man wohl beinahe alles
und jedem vorwerfen, wenn es übersetzt wurde.
Fazit:
Wer dieses Buch in seinen
Händen halten kann, sollte es bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen.
Spannung, Action, Humor… was will man mehr?
Unbedingt lesen!
5 von 5 Punkte

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