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Buch-Kritik
Babylon
5 ist eine Serie, die leider ziemlich klanglos an mir vorbeigezogen ist. Nicht
weil ich sie nicht gut fand, sondern weil ich zu der Zeit als sie lief viel zu
selten die Gelegenheit hatte sie zu sehen. Heißt, ich habe immer nur sporadisch
einige Episoden gesehen, was natürlich bei einer Spin Off Serie a’la Lost wenig
Sinn macht. Kaum hat man mal einige Folgen verpasst, hängt einem ein großes
Fragezeichen über dem Kopf, weil man nicht mehr weiß, wovon die gerade reden.
Doch für die Romane von Babylon 5 reicht mein rudimentäres Wissen vollends.
Babylon 5
“Schwarze Träume”
B5 – The Touch of
Your Shadow, the Whisper of Your Name
Das Babylon Projekt:
Das Jahr 2259. Elf Jahre,
nachdem ein verheerender Krieg zwischen der Erde und der Minbari-Föderation um
ein Haar eine Katastrophe heraufbeschworen hätte, unternehmen die Bewohner
miteinander rivalisierender Sternensysteme einen letzten verzweifelten Versuch,
den intergalaktischen Frieden sicherzustellen: Auf Babylon 5, einer Raumstation
von gigantischen Ausmaßen, sollen Repräsentanten von fünf mächtigen Föderationen
und Imperien versuchen, ihre Auseinandersetzungen friedlich zu lösen. Für die
Menschen stellt Babylon 5 den beginn ihres dritten Zeitalters dar – und zugleich
die letzte Chance zu überleben...
Plot:
Security Chief Garbaldi
kehrt von einem Urlaub zurück, und muss schnell feststellen, dass sich Babylon 5
während seiner Abwesenheit zu einem Pulverfass entwickelt hat. Der Grund dafür
sind Träume, Alpträume, die die schlimmsten Ängste eines jeden Bewohners
hervorbringen. Viele halten sich mit Medikamenten wach um nicht mehr schlafen zu
müssen, aber der Schlafentzug macht sich bemerkbar: Jeder streitet mit jedem,
selbst Kleinigkeiten führen zu Krawallen, und zwischen den Narn und den Centauri
droht ein neuerlicher Krieg auszubrechen.
Der Grund für diese
Alpträume sieht die Crew in einem seltsamen grünen Lichtband, welches „Wurm“
genannt wird. Er kommt unaufhaltsam näher, aber da er keine Masse besitzt,
vermag ihn niemand aufzuhalten.
Die Erde schließt die
Sprungtore und stellt Babylon 5 unter Quarantäne. Captain Sheridan muss nun auf
sich allein gestellt sehen, wie er die Situation wieder unter Kontrolle bekommt,
denn die kollektiven Alpträume werden immer bedrohlicher und immer mehr Menschen
und Außerirdische verlieren ihre Selbstkontrolle – ihre blutgetränkten Träume
wollen Wirklichkeit werden.
Kritik:
Die Schreibweise ist
angenehm, so dass man dass Buch schnell durchhat. Aber der Plot liefert einige
Kritikpunkte. Zum einen ist es wohl die Glaubwürdigkeit: Motorrad fahrende
Rockerphysiker und sich selbst fressende Aliens sind dabei nur die Spitze des
Eisbergs. Die ganze Zeit über wird zwar von den Geschehnissen auf der Station
erzählt, aber vieles davon sind einfach nutzlose Ausflüge ins Nirgendwo.
Stattdessen wurden die Hauptcharaktere sträflich vernachlässigt, so, als würde
man die ganze Geschichte nur aus zweiter Hand mitbekommen. Ein gutes Buch sollte
es aber schaffen, dass man sich in die Hauptakteure hineinversetzt, jedoch
passiert dafür viel zu wenig mit ihnen.
Fazit:
Das Buch hat seine Fehler,
ist aber sonst ne leichte Kost, wenn man mal wieder etwas Anspruchloseres
wünscht. Keine Höhen und Tiefen, so dass ich es eher nur dem reinen B5-Fan
empfehlen kann.
Text by Thomas
Raube
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