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First Strike

 

03x20 First Strike (Der Angriff)

Atlantis bekommt Besuch vom neuen Erdenkreuzer Apollo unter dem Kommando von Colonel Ellis. Der berichtet, dass die Daedalus seit kurzem regelmäßig Aufklärungsflüge nach Asuras unternommen hat. Die gesammelten Daten zeigen, dass die Asuraner eine große Armada von Raumschiffen bauen. Ellis informiert die Atlantis-Crew, dass die Apollo mit ihrer Hilfe in zwölf Stunden einen Präventivschlag durchführen wird.

Die Apollo besitzt sechs Nuklearsprengköpfe dafür. Das IOA hat beschlossen, einzugreifen, solange die Schiffe der Asuraner noch gebaut werden. Es befürchtet, dass sie andernfalls die Erde angreifen werden. Ellis lässt sich nicht auf eine Diskussion ein und macht sich gleich an die Arbeit. Weir kann nicht glauben, was vor sich geht. Immerhin haben die Replikatoren sie seit der Besetzung von Atlantis in Ruhe gelassen. John hält den Plan aber für sinnvoll, da die Erde offensichtlich in Gefahr ist. Elizabeth versuch trotzdem, Ellis unter vier Augen ins Gewissen zu reden. Sie hält es für sinnvoller, durch Verhandlungen mit den Replikatoren Zeit zu erkaufen. Der Colonel besteht aber auf die Kommandohierarchie und will seine Befehle ausführen.

Zelenka und McKay müssen die Atomwaffen der Apollo überprüfen. Als sie fertig sind, überlegen die beiden, ob sie die Mission sabotieren sollen. Ihnen ist klar, dass der Plan unüberlegt ist, doch wollen sie nicht das Risiko eingehen, den Asuranern unfreiwillig in die Hände zu spielen. Derweil wendet sich Elizabeth an Woolsey und General O'Neill, um den Angriff zu verhindern. Die Verantwortlichen bleiben aber stur. Schließlich bricht die Apollo nach Asuras auf. Dort angekommen, startet sie die Atomwaffen, welche ihre Ziele planmäßig zerstören. Während sich die Apollo zurückzieht, bleibt Sheppard in einem getarnten Jumper für eine weitere Stunde vor Ort, um die Lage zu beobachten.

Sheppards Daten bestätigen, dass der Erstschlag erfolgreich war. Die Antwort lässt aber nicht lange auf sich warten: Ein kleines Objekt erreicht den Planeten und bezieht geostationären Orbit über Atlantis. Die Apollo stellt fest, dass es sich um einen Satelliten handelt, in dessen Zentrum sich ein Sternentor befindet. Dieses öffnet sich sogleich und ein Energiestrahl kommt hindurch, der zuerst die Apollo beschädigt und dann auf Atlantis gerichtet wird. Die Apollo versucht den Satelliten zu zerstören, kommt aber nicht durch dessen Schilde. McKay stellt recht schnell fest, dass der Satellit durch den hindurchkommenden Strahl mit Energie versorgt wird. Sein Schutzschild kann daher nicht durchdrungen werden. Außerdem funktioniert das Stargate von Atlantis nicht, solange das Tor im Orbit aktiviert ist. Da die Asuraner, die offensichtlich hinter dem Angriff stecken, über unbegrenzte Energiereserven verfügen, können sie das Wurmloch auch unendlich lange offen halten. Weir will mit den Angreifern verhandeln. Ellis ist dagegen, doch dieses Mal pocht Weir auf die Kommandohierarchie. McKay kann eine Verbindung zu den Asuranern herstellen. Weir versucht mit deren Anführer Oberoth zu reden, doch dieser ist nicht zu Verhandlungen bereit. Als die Replikatoren versuchen, einen Virus über das Kommunikationssignal zu schicken, lässt Elizabeth die Verbindung unterbrechen. Atlantis' Schild hält noch 29 Stunden.

 

Wie erwartet, schließt sich das Tor im Orbit nach 38 Minuten nicht. Sheppard bittet Ellis, nach Asuras zu fliegen, um den Energiestrahl an dessen Quelle zu bekämpfen. Die Apollo ist aber beschädigt und nicht für einen Kampf gerüstet. Derweil schüttet Elizabeth Teyla ihr Herz aus. Sie ist sauer, dass ihre Vorgesetzten sie nicht rechtzeitig über den Präventivschlag informiert haben. Offensichtlich versucht das Militär ihre Autorität zu untergraben. Inzwischen denkt sie sogar offen über einen Rücktritt nach. Die beiden werden von McKay unterbrochen. Er und Zelenka schlagen vor, Atlantis abzutauchen, um Zeit zu gewinnen. Seit die Antiker in der Stadt waren, sind sie dazu wieder in der Lage. Das Wasser sollte den Energiestrahl etwas abschwächen. Weir stimmt dem Plan zu.

 

Eine Stunde später ist alles vorbereitet. Weir informiert die Stadtbewohner, dann versenkt McKay die Stadt. Erfreulicherweise läuft alles nach Plan. Leider ist der Effekt kaum spürbar. Anstatt einer Woche, hat die Atlantis-Crew nur einige Stunden Zeit gewonnen, um einen neuen Plan zu entwickeln. Trotzdem machen sich Rodney und Radek wieder an die Arbeit. Mit etwas Hilfe von Sheppard fassen sie schließlich den kühnen Plan, die Stadt mit dem Raumantrieb zu einem anderen Planeten zu fliegen. Die Bohrplattform soll die Stadt mit Energie für den Start versorgen. Leider liefert sie noch nicht ausreichend Leistung. Der Energiestrahl, der das ZPM über die Schilde derzeit voll belastet, müsste kurzzeitig unterbrochen werden. Um die nötige Zeit zu gewinnen, soll ein Asteroid in den Weg des Strahls gelenkt werden. Major Lorne macht sich kurz darauf mit einer Staffel F-302-Jäger auf zum nächsten Asteroidenfeld und bringt einen Felsbrocken in Bewegung.

Während alles für den Start vorbereitet wird, erhält Weir Besuch von Colonel Ellis. Er entschuldigt sich für sein vorheriges Verhalten. Er ist es gewohnt, die Befehle selbst zu geben, wollte aber nicht respektlos erscheinen. Auf dem Weg zum Kontrollstuhl, mit dem Sheppard die Stadt steuern wird, informiert Rodney ihn über das weitere Vorgehen. Die Bohrplattform wird die Energie für den Start liefern, dabei aber zerstört werden. Anschließend muss das ZPM herhalten.

Alle Systeme sind bereit und Major Lorne trifft mit dem Asteroiden ein. Die Stadt startet vom Meeresgrund und hebt ab, während der Energiestrahl vom Asteroiden geblockt wird. Um ausreichend Energie zu bekommen, deaktiviert McKay kurzzeitig den Schutzschild. Der Start gelingt. Rodney reaktiviert den Schutzschild, doch baut sich dieser nicht schnell genug auf. Für einen kurzen Moment kommt der Energiestrahl durch und beschädigt den Hauptturm. Nachdem John den Hyperantrieb aktiviert hat, hört er über Funk, dass der Kontrollturm getroffen wurde. Mehrere Leute wurden verletzt, am schwersten Dr. Weir. Rodney ist noch auf den Beinen und schätzt den Schaden nur gering ein. Plötzlich fällt Atlantis aber aus dem Hyperraum. Der Antrieb hat sich abgeschaltet und McKay weiß nicht, wo sie sich befinden. Die Stadt treibt verschollen im All und hat noch Energie für 24 Stunden.

 

Kritik:

Die letzte Folge der dritten Season, und wieder einmal steckt das Team ganz schön in der Klemme. Wie üblich bei einem Staffelcliffhanger hat die Special Effect Abteilung ordentlich zugeschlagen, besonders was den Atom-Angriff auf Asura betrifft. Der Zuschauer bekommt aus den Ansichten von Dr Weir und Colonel Ellis die beiden Seiten der Medaille präsentiert. Ellis sieht die Asuraner als Gefahr, und vernichtet das, was gefährlich werden könnte, ohne zu wissen, was die Replikatoren damit eigentlich vorhatten. Schließlich wurden sie dazu entwickelt, die Wraith zu vernichten, und dies ist immer noch eine ihrer Hauptaufgaben. Von daher ist Weir’s Meinung, das dies ein wenig voreilig ist durchaus zu verstehen.

Die Versenkung und der anschließende Start von Atlantis kann auch als ein Höhepunkt angesehen werden.

Etwas, was hier bereits vorbereitet wird, ist der Abtritt von Dr. Weir. Etwas, was mir etwas sauer aufstößt, da ich leider schon weiß, welcher Ersatz in der nächsten Staffel dafür kommen wird: Samantha Carter. Sicher, das Mädel hat seine Reize, und als Gastauftritt sehe ich sie jederzeit gerne, aber so sehe ich einfach, das die Produzenten die Serie durch einen bereits etablierten und beliebten Charakter aufwerten wollen. Man hat einfach nicht den Mumm, die Serie auf eigenen Beinen stehen zu lassen.

Eine Bewertung ist schwierig. Was den visuellen Teil anbelangt, würde ich glatt 5 Punkte geben, leider ist die Story nicht ganz so ausgereift.

Fazit: 4 von 5

 

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