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Das Spiel
03x15 The Game (Das Spiel) Colonel Sheppards Team plaudert gerade in der Messe, als es in den Kontrollraum gerufen wird. Major Lorne meldet sich von einem fremden Planeten. In dessen Orbit hat er mehrere Satelliten entdeckt, die Dorfbewohner auf der Oberfläche haben aber längst nicht das technologische Niveau, um diese zu bauen. Darüberhinaus findet sich auf ihrer Flagge das Gesicht von McKay. Weir verlangt eine Erklärung. McKay und Sheppard stellen fest, dass die Flagge der aus ihrem Spiel sehr ähnelt. Die beiden haben schon zu Beginn der Atlantis-Expedition ein Computerspiel entdeckt, in welchem sie die Kontrolle über zwei Länder übernehmen, die durch einen großen Fluss getrennt sind - genauso wie die Länder auf M4D-058. Im Lauf der letzten zwei Jahre haben John und Rodney viel Freizeit mit dem Spiel verbracht und die Länder nach ihrem Ermessen geformt, um den jeweils anderen zu übertreffen. Elizabeth weist die beiden an, eine Blick auf M4D-058 zu werfen. Unterwegs erkundigen sich Teyla und Ronon nach dem Spiel und stellen fest, dass John und Rodney darin auch ihre Differenzen austragen. Zunächst wirft das Team einen Blick auf die Satelliten, die überraschend aktiv sind. Dann besuchen sie ein Dorf. Da überall Bilder von Rodney herumhängen, werden die Bewohner schnell auf die Fremden aufmerksam. Eine junge Frau tritt hervor. Nola ist die Anführerin von Geldar und erkennt McKay als "das Orakel". Nola klärt die Besucher über die Geschichte ihres Landes auf. Vor Jahrtausenden wurde ihr Volk vom Orakel geleitet, doch plötzlich hörte es auf, zu ihnen zu sprechen - bis vor zwei Jahren. Die Kommunikation erfolgt über eine Antikerkonsole, die das Geländes des Kontinents zeigt. Rodney wird klar, dass die Satelliten die Geschehnisse in Echtzeit nach Atlantis übertragen, wo er wiederum neue Befehle geben kann. Das "Spiel" ist tatsächlich ein soziologisches Experiment der Antiker gewesen. Die Einmischung von John und Rodney hat aber auch Probleme geschaffen, denn Geldar sieht seinen Nachbarn Hallona - Sheppards Land - als Dorn im Auge. Unterdessen hat Dr. Zelenka das Spiel in Atlantis genauer untersucht. Offenbar kann man neben Geldar und Hallona unzählige weitere Länder in der ganzen Pegasus-Galaxie kontrollieren. Manche haben in den letzten zehntausen Jahren auf neue Anweisungen gewartet, andere haben sich weiterentwickelt, manche wurden durch Krieg oder von den Wraith vernichtet. In Geldar präsentiert Nola Rodney die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse ihres Landes. Sie experimentieren mit Luftschiffen und Dampfmaschinen. Sheppard unterbricht die beiden. Er hat Baden im Schlepptau, den - deutlich kriegerischer anmutenden - Anführer von Hallona. John will die beiden Länder an einen Tisch bringen. Dies entpuppt sich aber als schwere Aufgabe. John und Rodney haben den Ländern ihre Stempel aufgedrückt: Geldar besticht durch einen Technologievorsprung, während Hallona militärisch überlegen ist. Und nach einer langen Ära des Friedens haben sich die Beziehungen im Lauf der letzten beiden Jahre stark verschlechtert. Um die Lage zu entspannen, erklären McKay und Sheppard Nola und Baden die Situation und dass sie für das gespannte Verhältnis zwischen Geldar und Hallona verantwortlich sind. Um die beiden Anführer zu überzeugen, bringen sie sie nach Atlantis. Im Spielraum müssen Nola und Baden die Wahrheit schließlich akzeptieren. Rodney und John versichern ihnen, dass sie immer nur das Beste für die Dorfbewohner im Sinn hatten. Für Nola ist die Wahrheit ein Schock. Es fällt ihr schwer, zu akzeptieren, dass ihr Leben nur ein Spiel sein soll. McKay erinnert sie aber daran, dass ihre Errungenschaften durchaus real sind. Geldar steht eine blühende Zukunft bevor. Nun müssen die Bewohner nur lernen, auf eigenen Beinen zu stehen. Sheppard führt in der Messe ein ähnliches Gespräch mit Baden. Der will weiter aufrüsten, da Geldar inzwischen eine Kohlemine innerhalb der Landesgrenzen von Hallona betreibt. Ein Konflikt scheint unausweichlich. Weir will einen Krieg verhindern und versucht Nola und Baden an einen Tisch zu bringen. Leider sind nach Sheppards und McKays Einmischung vernünftige Verhandlungen schier unmöglich. Schon nach wenigen Minuten scheitern die Gespräche. Also weist Elizabeth John und Rodney an, ihren Leuten ins Gewissen zu reden. McKay versuch, Nola klarzumachen, dass Geldar ein Krieg bevor steht. Der jungen Frau scheint dies mehr als bewusst zu sein, doch sie weicht nicht von ihrer Haltung ab. Hallona sei ein Hindernis für Geldar und müsse aus dem Weg geräumt werden. Auch Sheppard stößt bei Baden auf taube Ohren. Dieser nutzt sogar einen unaufmerksamen Moment Johns, um einen Befehl in die Spielekonsole einzugeben. Sheppard und McKay informieren Weir und verstricken sich dabei wieder in einen ihrer kindischen Streits. Schließlich hat Weir genug. Das Spiel ist ernst geworden und es wird Zeit, dass sich die beiden Männer auch entsprechend verhalten. Zelenka ruft sie in den Spielraum, wo neue Daten vom Planeten eintreffen: Hallonas Armee ist nach Geldar vorgedrungen, um die Mine zu besetzen. Der Krieg hat begonnen. Baden gibt bereitwillig zu, dass er den Angriff über Sheppards Konsole angeordnet hat. Nola droht sofort mit Konsequenzen, doch Weir geht dazwischen. Sie schickt Sheppards Team zurück auf den Planeten, um den Konflikt zu lösen. Noch gab es keine Todesopfer und dies soll auch so bleiben. Kaum in Geldar angekommen, erfährt McKay, dass das Land seine Truppen bereits zur Mine geschickt hat. Als ob dies nicht genug wäre, marschiert die Armee von Hallona weiter voran und besetzt ein Dorf von Geldar. Nola gibt aber noch nicht auf. Ihr Volk hat heimlich Bomben entwickelt und will nun von einem Luftschiff aus Hallona bombardieren. Rodney informiert Sheppard in Hallona, woraufhin dieser das Luftschiff mit einem Puddle Jumper abschießt. Damit ist die Gefahr aber noch nicht vorbei, denn Nola hat noch weitere Bomben und Luftschiffe in der Hinterhand. Und auch auf der andere Seite des Flusses fehlt weiterhin die Einsicht. Baden befiehlt einen Großangriff auf Geldar. Die Lage scheint aussichtslos, als Ronon und McKay heimlich auf die Daedalus gebeamt werden. Weir hat das Schiff sicherheitshalber zum Planeten geschickt. An Bord warten Sheppard und Teyla bereits und der Colonel hat einen Plan. Wenig später sind die vier wieder auf dem Planeten. Kurz bevor Nolas Luftschiffe ihre Ziele erreichen, redet McKay ihr ein letztes Mal ins Gewissen. Nola hat jedoch beschlossen, endlich die Verantwortung für ihr Volk zu übernehmen und hofft die Angreifer durch die Vernichtung ihrer Dörfer zur Aufgabe zu zwingen. Kurz darauf fallen aber die ersten Dörfer Geldars und ihre Luftschiffe werden im letzten Moment abgeschossen. In der Ferne sind bereits Explosionen zu hören. Geldar hat verloren. Doch auf der anderen Seite sieht es nicht besser aus. Geldars Luftschiffe bombardieren die Dörfer und schließlich muss auch Baden die Niederlage eingestehen. Sheppard und McKay offenbaren, dass alles nur eine Simulation war. Mithilfe der Daedalus wurde den beiden Ländern ein Weltuntergangsszenario vorgegaukelt, um den Anführern zu zeigen, wie ein echter Krieg aussehen wird. Einige Zeit später finden auf Atlantis wieder Verhandlungen statt. Dieses Mal sind beide Seiten etwas gesprächsbereiter. Und Rodney und John haben das gute alte Schachspiel für sich entdeckt.
Kritik: Und noch eine geniale Folge. Auch wenn es seltsam ist, nach drei Jahren erst davon zu hören, das Sheppard und McKay gegeneinander ein Computerspiel spielen, aber wer erwartet schon übergeordnete Logik bei SciFi und Mysterie Serien. Insgesamt gesehen ist diese Episode unerwartet frisch. Die Handlung ist noch nicht so ausgelutscht, wie nach hundert Jahren Fernseh- und Kinogeschichte zu erwarten ist. Das mag vielleicht daran liegen, das „The Game“ aus der Feder eines Neulings stammt, und nicht vom angestammten Schreiber-Team, das sonst für die Geschichten zuständig ist. Solch tiefgründiges Stargate hatten wir lange nicht mehr gehabt, was besonders den Trekker in mir freut. Fazit: 5 von 5 Punkten |
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