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Die Xindi, die in einem gefährlichen und nahezu unerforschten Raumgebiet, der delphischen Ausdehnung, leben, sind für eine der größten Katastrophen in der Geschichte der Menschheit verantwortlich. Dieses sowohl den Menschen als auch den Vulkaniern unbekannte Volk hat Kontakt mit einer Macht aus der Zukunft, die in den temporalen kalten Krieg verwickelt ist. Sie warnt die Xindi davor, dass die Welt, auf der sie leben, in 400 Jahren von den Menschen zerstört werden wird. Daher entscheiden sich die Xindi dazu, die Menschheit in einem Präventivschlag zu vernichten. Um dieses Ziel zu erreichen, beginnen sie mit Unterstützung ihrer Verbündeten aus der Zukunft mit dem Bau einer gewaltigen Waffe. Da diese jedoch noch nicht fertig gestellt ist, schicken sie eine kleine Sonde zur Erde, die den Planeten angreift, um so die Zerstörungskraft der Waffe zu testen. Bei dem Angriff sterben sieben Millionen Menschen, der Pilot der Sonde kommt bei einem Absturz seines Flugkörpers ebenfalls um, sein Leichnam wird später ins Hauptquartier der Sternenflotte gebracht.
Nach einem kurzen Zwischenstopp bei der Erde setzt die Enterprise NX-01 schließlich Kurs auf die delphische Ausdehnung, um die Xindi zu finden und sie an einem erneuten Angriff auf die Erde zu hindern. Im Laufe der nächsten Monate trägt die Crew schließlich immer mehr Informationen über ihren neuen Gegner zusammen. Die Evolution auf dem Heimatplaneten der Xindi verlief anders als auf den meisten anderen Welten der Galaxis, wo meist nur eine Spezies siegreich aus dem Evolutionskreislauf hervorging und zur dominanten Lebensform auf ihrem Planeten wurde. Auf der Xindi-Heimatwelt entwickelten sich insgesamt sechs intelligente Spezies, die zur selben Zeit ihren Planeten bevölkerten und in ihrer Gesamtheit das Volk der Xindi bildeten. Bemerkenswert ist auch, das sie von fundamental verschiedenen Spezies abstammen.
Das Zusammenleben der Xindi untereinander ist auch gegenwärtig oft nicht einfach, da jede Subspezies ihre eigenen kulturellen und anatomischen Eigenschaften hat, was von ihrer unterschiedlichen Abstammung herrührt. Jedes der Xindi-Völker hat zudem seine eigenen politischen Vorstellungen. Diese fünf Xindi-Völker sind: die Xindi-Humanoiden, die Xindi-Reptilien, die Xindi-Insekten, die Xindi-Faultiere und die Xindi-Wasserbewohner. Nach der Zerstörung ihrer Heimatwelt wählte jedes der fünf Völker Vertreter, die in einen gemeinsamen Rat aller Xindi-Spezies entsandt wurden. Dieser Rat sollte nach einer neuen Heimatwelt für alle Xindi suchen und fand nach mehreren Jahren schließlich auch einige geeignete Planeten. Allerdings konnten die Ratsmitglieder sich nicht auf eine der Welten einigen. Als der Rat schließlich von der Bedrohung durch die Menschen erfuhr, vertagten die Mitglieder des Konzils ihre Wiedervereinigungsbemühungen und befassten sich stattdessen mit der Frage, wie der Gefahr für ihr Volk begegnet werden sollte.
Xindi-Faultiere: (Aboreals)
In erster Linie sind die Aboreals Wissenschaftler. Diese eher ruhige Spezies besitzt kaum Militär.
Xindi-Humanoiden:
Der Xindi-Humanoide Degra, ebenfalls ein Ratsmitglied, leitet die Entwicklung und den Bau der Waffe, mit der die Erde zerstört werden soll.
Xindi-Insekten:
Trotz ihres kriegerischen Naturells kümmern die Insekten sich aufopfernd um ihren Nachwuchs. Jedes erwachsene Insekt ist dazu in der Lage, mehrere Eierbeutel zu produzieren, aus denen die jungen Insekten schlüpfen. An Bord der meisten Insektenschiffe existiert eine spezielle Brutkammer, in der die Eier ausgebrütet werden. Die Eier selbst verfügen über eine besondere Eigenschaft, die das Überleben der Insektenbabys sichern soll: so können sie ein leichtes Nervengift verspritzen, das jedes Lebewesen, das mit ihm infiziert wird, auf die Eier prägt. Die so Geprägten stellen daraufhin das Wohlergehen der Eier unter Missachtung von Logik und Rationalität über alles andere, bis die jungen Insekten sicher geschlüpft sind. Anders als humanoide Spezies vermehren sich die Insekten auf asexuellem Wege, da sie geschlechtslos sind. Ihre Lebensspanne beträgt zudem nur rund zwölf Jahre. Die Xindi-Insekten treiben nicht nur die Fertigstellung der Waffe, mit der die Menschheit vernichtet werden soll, unermüdlich voran, sondern regen den Bau einer Biowaffe als Alternative an. Dieser Vorschlag wird zwar zuerst von einer Ratsmehrheit abgelehnt, aber als Degras Arbeit an der konventionellen Waffe verzögert wird, entscheidet der Rat mit den Stimmen der Insekten, Reptilien und Wasserbewohner, mit der Entwicklung einer Biowaffe zu beginnen. Die Grundlage dafür bilden Daten über die Menschen, die eine Agentin der Xindi-Reptilien (Rajin) gesammelt hat.
Xindi-Reptilien:
Die Soldaten der
Xindi-Reptilien sind künstlich mit einer Drüse ausgestattet, die im Fall einer
Gefangennahme ein Nervengift ausschüttet und ihnen so einen Selbstmord
ermöglicht. Neben schlagkräftigen Energiewaffen, die von lebenden
Organismen
betrieben werden, und Rüstungen, die sie vor schwachem Feuer aus feindlichen
Waffen schützen, sind die Kampftruppen der Reptilien zudem mit einer
biologischen Waffe ausgerüstet, die zuerst eine Art Blase erzeugt, die kurz
darauf kleine, glühende Projektile verschießt. Xindi-Aquatics:
Die Aquatics misstrauen dem gesprochenen Wort, da sie nicht in der Lage sind, Sarkasmus und ähnliches in Stimmen zu erkennen. Daher ziehen sie bildliche Vorstellungen vor. Kiaphet Amman'sor, das Ratsmitglied der Aquatics kommt 2154 bei der Explosion seines Schiffes durch einen Angriff der Sphärenbauer ums Leben. Technisch sind sie die fortgeschrittenste Xindi Spezies.
Xindi-Avian: Die Avians sind die sechste der Xindi Spezies, doch diese vogelartigen Wesen überlebten die zahlreichen Kriege, und die Vernichtung der Heimatwelt nicht. Nur wenig weist heute noch auf die Avians hin. Auf den Koloniewelten, der übriggebliebenen Spezies wurden einige Schreine errichtet, in denen die sterblichen Überreste öffentlich zur Schau gestellt wurden, um als mahnendes Beispiel zu dienen, dass, wenn nicht alle Xindi zusammenarbeiten, ihnen das gleiche blühen würde. Das zweite Überbleibsel sind die Felsenstädte in einigen Kolonien, die kunstvoll in den Fels gehauen worden sind. Für die flugfähigen Avians war es kein Problem, diese in luftigen Höhen zu erbauen, wo sonst nur ein Shuttle herankommen würde.
Mitte des 22 Jahrhunderts kommt es zu einem kurzem Bürgerkrieg zwischen den Xindi Spezies. Die Insectoiden und die Reptiliens kämpften gegen die Humanoiden und die Aquatics, die sich mit den Menschen verbündet hatten. Wie dieser Konflikt ausging, ist unbekannt, aber aus kurzen Eindrücken aus der Zukunft, die man durch den Timecop Daniels mitbekommt, dienen spätestens im 26 Jahrhundert die Xindi in der Föderation. Der Wahrscheinlichkeit nach wird die Aufnahme aber schon weitaus früher stattgefunden haben. Es wäre nicht verwunderlich, wenn die Xindi mit zu den ersten Mitgliedern der Föderation gehörten. Text by Thomas Raube |
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