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Alien Guide -  Die Xindi

Die Xindi, die in einem gefährlichen und nahezu unerforschten Raumgebiet, der delphischen Ausdehnung, leben, sind für eine der größten Katastrophen in der Geschichte der Menschheit verantwortlich. Dieses sowohl den Menschen als auch den Vulkaniern unbekannte Volk hat Kontakt mit einer Macht aus der Zukunft, die in den temporalen kalten Krieg verwickelt ist. Sie warnt die Xindi davor, dass die Welt, auf der sie leben, in 400 Jahren von den Menschen zerstört werden wird. Daher entscheiden sich die Xindi dazu, die Menschheit in einem Präventivschlag zu vernichten. Um dieses Ziel zu erreichen, beginnen sie mit Unterstützung ihrer Verbündeten aus der Zukunft mit dem Bau einer gewaltigen Waffe. Da diese jedoch noch nicht fertig gestellt ist, schicken sie eine kleine Sonde zur Erde, die den Planeten angreift, um so die Zerstörungskraft der Waffe zu testen. Bei dem Angriff sterben sieben Millionen Menschen, der Pilot der Sonde kommt bei einem Absturz seines Flugkörpers ebenfalls um, sein Leichnam wird später ins Hauptquartier der Sternenflotte gebracht.

 

Nach einem kurzen Zwischenstopp bei der Erde setzt die Enterprise NX-01 schließlich Kurs auf die delphische Ausdehnung, um die Xindi zu finden und sie an einem erneuten Angriff auf die Erde zu hindern. Im Laufe der nächsten Monate trägt die Crew schließlich immer mehr Informationen über ihren neuen Gegner zusammen.

Die Evolution auf dem Heimatplaneten der Xindi verlief anders als auf den meisten anderen Welten der Galaxis, wo meist nur eine Spezies siegreich aus dem Evolutionskreislauf hervorging und zur dominanten Lebensform auf ihrem Planeten wurde.

Auf der Xindi-Heimatwelt entwickelten sich insgesamt sechs intelligente Spezies, die zur selben Zeit ihren Planeten bevölkerten und in ihrer Gesamtheit das Volk der Xindi bildeten. Bemerkenswert ist auch, das sie von fundamental verschiedenen Spezies abstammen.


Diese Verschiedenheit führte jedoch unweigerlich zu Konflikten auf der Xindi-Heimatwelt. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts brach schließlich ein Krieg zwischen allen Xindi-Völkern aus, der fast hundert Jahre andauerte. Die einzelnen Parteien wechselten oftmals die Seiten, schmiedeten neuen Allianzen und brachen sie wieder, sodass schließlich keiner der Krieg führenden mehr wusste, was den Krieg eigentlich ausgelöst hatte. Der Krieg endete schließlich mit der Zerstörung der Xindi-Heimatwelt. Eine der sechs Xindi-Spezies, die Xindi-Vögel, wurden bei der Zerstörung des Planeten vernichtet, da keiner von ihnen ihre Welt rechtzeitig verließ. Die übrigen fünf Xindi-Völker waren vorausschauender, sie leben nun in der gesamten delphischen Ausdehnung verstreut als Nomaden oder auf abgelegenen Kolonien.

Das Zusammenleben der Xindi untereinander ist auch gegenwärtig oft nicht einfach, da jede Subspezies ihre eigenen kulturellen und anatomischen Eigenschaften hat, was von ihrer unterschiedlichen Abstammung herrührt. Jedes der Xindi-Völker hat zudem seine eigenen politischen Vorstellungen.

Diese fünf Xindi-Völker sind: die Xindi-Humanoiden, die Xindi-Reptilien, die Xindi-Insekten, die Xindi-Faultiere und die Xindi-Wasserbewohner.

Nach der Zerstörung ihrer Heimatwelt wählte jedes der fünf Völker Vertreter, die in einen gemeinsamen Rat aller Xindi-Spezies entsandt wurden. Dieser Rat sollte nach einer neuen Heimatwelt für alle Xindi suchen und fand nach mehreren Jahren schließlich auch einige geeignete Planeten. Allerdings konnten die Ratsmitglieder sich nicht auf eine der Welten einigen. Als der Rat schließlich von der Bedrohung durch die Menschen erfuhr, vertagten die Mitglieder des Konzils ihre Wiedervereinigungsbemühungen und befassten sich stattdessen mit der Frage, wie der Gefahr für ihr Volk begegnet werden sollte.

 

Xindi-Faultiere: (Aboreals)


Die von pelzigen, in Bäumen lebenden Säugetieren abstammenden Xindi-Faultiere sind im Xindi-Rat auf Einigkeit bedacht und drängen darauf, bestehende Absprachen einzuhalten. Zudem plädieren sie dafür, sich in Geduld zu üben und abzuwarten, wie die Situation sich entwickelt. Gewalt soll erst als letztes Mittel angewandt werden.

In erster Linie sind die Aboreals Wissenschaftler. Diese eher ruhige Spezies besitzt kaum Militär.

 

Xindi-Humanoiden:



Ähnlich wie die Vulkanier gehen die Xindi-Humanoiden Probleme eher logisch an und versuchen, so viele Informationen wie möglich über ihren Feind zu sammeln, bevor sie handeln. Sie suchen stets nach dem Weg, der in der jeweiligen Situation der vernünftigste ist, und gelten als vertrauensvoll und gerecht. Zudem verfügen sie über die meiste Autorität innerhalb des Xindi-Rates und geben die weitere Vorgehensweise vor.

Der Xindi-Humanoide Degra, ebenfalls ein Ratsmitglied, leitet die Entwicklung und den Bau der Waffe, mit der die Erde zerstört werden soll.

 

Xindi-Insekten:



Innerhalb des gesamten Xindi-Volks sind die Xindi-Insektoiden die aggressivste Spezies. Im Xindi-Rat sorgen die Vertreter der Insekten durch ihr impulsives Verhalten regelmäßig für Unruhe und sehen sich ständig bedroht. Sie gebieten über eine große Anzahl von Schiffen und würden die Enterprise, die sie als die Vorhut einer Invasion betrachten, lieber früher als später zerstören. Zudem gehen sie kaum auf die anderen Ratsmitglieder ein und lassen sich von diesen auch meist nur mühevoll in Schranken weisen.

Trotz ihres kriegerischen Naturells kümmern die Insekten sich aufopfernd um ihren Nachwuchs. Jedes erwachsene Insekt ist dazu in der Lage, mehrere Eierbeutel zu produzieren, aus denen die jungen Insekten schlüpfen. An Bord der meisten Insektenschiffe existiert eine spezielle Brutkammer, in der die Eier ausgebrütet werden. Die Eier selbst verfügen über eine besondere Eigenschaft, die das Überleben der Insektenbabys sichern soll: so können sie ein leichtes Nervengift verspritzen, das jedes Lebewesen, das mit ihm infiziert wird, auf die Eier prägt. Die so Geprägten stellen daraufhin das Wohlergehen der Eier unter Missachtung von Logik und Rationalität über alles andere, bis die jungen Insekten sicher geschlüpft sind. Anders als humanoide Spezies vermehren sich die Insekten auf asexuellem Wege, da sie geschlechtslos sind. Ihre Lebensspanne beträgt zudem nur rund zwölf Jahre.

Die Xindi-Insekten treiben nicht nur die Fertigstellung der Waffe, mit der die Menschheit vernichtet werden soll, unermüdlich voran, sondern regen den Bau einer Biowaffe als Alternative an. Dieser Vorschlag wird zwar zuerst von einer Ratsmehrheit abgelehnt, aber als Degras Arbeit an der konventionellen Waffe verzögert wird, entscheidet der Rat mit den Stimmen der Insekten, Reptilien und Wasserbewohner, mit der Entwicklung einer Biowaffe zu beginnen. Die Grundlage dafür bilden Daten über die Menschen, die eine Agentin der Xindi-Reptilien (Rajin) gesammelt hat.

 

Xindi-Reptilien:



Der erste Xindi, den Menschen zu Gesicht bekommen, ist ein Angehöriger der Xindi-Reptilien. Er fliegt die Sonde, die die Erde angreift und verwüstet, und stirbt bei dem Absturz des Flugkörpers. Die Vertreter der Xindi-Reptilien im Xindi-Rat verhalten sich aggressiv und wollen gegen ihre Feinde vorgehen, bevor es zu spät ist, und sich nicht mit unnötigen Verzögerungen aufhalten. Allerdings verhalten sie sich rationaler als die Xindi-Insekten. Zudem verfügen sie über Kontakte und Quellen, die ihnen Informationen über die Enterprise liefern können. Die Reptilien arbeiten oft mit den Insektoiden zusammen und ordnen zuweilen auch nicht vom Rat genehmigte Operationen an.

Die Soldaten der Xindi-Reptilien sind künstlich mit einer Drüse ausgestattet, die im Fall einer Gefangennahme ein Nervengift ausschüttet und ihnen so einen Selbstmord ermöglicht. Neben schlagkräftigen Energiewaffen, die von lebenden Organismen betrieben werden, und Rüstungen, die sie vor schwachem Feuer aus feindlichen Waffen schützen, sind die Kampftruppen der Reptilien zudem mit einer biologischen Waffe ausgerüstet, die zuerst eine Art Blase erzeugt, die kurz darauf kleine, glühende Projektile verschießt.

 

Xindi-Aquatics:



Ebenso wie die Xindi-Faultiere sind auch die im Wasser lebenden Xindi darauf aus, im Angesicht der Bedrohung von außen Einigkeit zu wahren. Sie sind sehr besorgt um die Zukunft ihres Volkes und stellen dabei wie die Xindi-Humanoiden eine Stimme der Vernunft im Xindi-Rat dar, an dessen Sitzungen sie in einem großen Wassertank teilnehmen. Allerdings ist ihnen das Überleben ihres Volkes so wichtig, dass sie keinen Vorschlag von vornherein ausschließen wollen, der das Überleben ihres Volkes sichern könnte.

Die Aquatics misstrauen dem gesprochenen Wort, da sie nicht in der Lage sind, Sarkasmus und ähnliches in Stimmen zu erkennen. Daher ziehen sie bildliche Vorstellungen vor.

Kiaphet Amman'sor, das Ratsmitglied der Aquatics kommt 2154 bei der Explosion seines Schiffes durch einen Angriff der Sphärenbauer ums Leben.  

Technisch sind sie die fortgeschrittenste Xindi Spezies.

 

Xindi-Avian:

Die Avians sind die sechste der Xindi Spezies, doch diese vogelartigen Wesen überlebten die zahlreichen Kriege, und die Vernichtung der Heimatwelt nicht.

Nur wenig weist heute noch auf die Avians hin. Auf den Koloniewelten, der übriggebliebenen Spezies wurden einige Schreine errichtet, in denen die sterblichen Überreste öffentlich zur Schau gestellt wurden, um als mahnendes Beispiel zu dienen, dass, wenn nicht alle Xindi zusammenarbeiten, ihnen das gleiche blühen würde.

Das zweite Überbleibsel  sind die Felsenstädte in einigen Kolonien, die kunstvoll in den Fels gehauen worden sind. Für die flugfähigen Avians war es kein Problem, diese in luftigen Höhen zu erbauen, wo sonst nur ein Shuttle herankommen würde.

 

Mitte des 22 Jahrhunderts kommt es zu einem kurzem Bürgerkrieg zwischen den Xindi Spezies. Die Insectoiden und die Reptiliens kämpften gegen die Humanoiden und die Aquatics, die sich mit den Menschen verbündet hatten.

Wie dieser Konflikt ausging, ist unbekannt, aber aus kurzen Eindrücken aus der Zukunft, die man durch den Timecop Daniels mitbekommt, dienen spätestens im 26 Jahrhundert die Xindi in der Föderation. Der Wahrscheinlichkeit nach wird die Aufnahme aber schon weitaus früher stattgefunden haben. Es wäre nicht verwunderlich, wenn die Xindi mit zu den ersten Mitgliedern der Föderation gehörten.

Text by Thomas Raube

 

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