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Alien Guide -  Die Son'a

           

Mitte der 2060 er Jahre befanden sich die Bewohner des Planeten Ba’ku auf einen hohen Stand der Technik, aber wurden von Konflikten und Spannungen beherrscht. Eine kleine Splittergruppe versuchte vor der drohenden Apokalypse zu fliehen, verließ den Planeten, und setzte sich auf einen Planeten im so genannten Briar Patch, nieder, der später mitten im Raumgebiet der Föderation liegen wird.

Die Ba’ku haben sich diese Welt ausgesucht, weil sie fernab jeder Schiffsroute liegt, und der riesige Metreonen-Gas-Nebel für jedes Raumschiff beträchtliche Gefahren bei der Durchquerung beinhaltet. Sie entschlossen sich zu einem Leben in völliger Abgeschiedenheit, und verboten die Technik, die auf ihren Heimatplaneten beinahe alles vernichtet hat.

Erstaunt stellten die etwa 600 Flüchtlinge fest, dass die Planetenringe eine ungewöhnlich hohe Metaphasen-Strahlung abgaben, die praktisch ewiges Leben garantiert, den Alterungsprozess aufzuhalten vermag, und sogar rückgängig machen kann.

Der Planet brachte jedoch noch weitere Fähigkeiten mit sich. Durch die Disziplin die die Ba’ku auf ihrer Wahlheimat gelernt hatten, lernten sie auch Momente in der Zeit festzuhalten, und beinahe anzuhalten. In solchen Momenten perfekter Wahrnehmung erkennt man jedes Detail in Zeitlupe, vom Geräusch des Windes bis hin zur tatsächlichen Fortbewegungen des Lichts. Eine der Dorfältesten und Führerin der Gruppe, Anij, sagte zu diesen Fähigkeiten, dass sie Jahrhunderte brauchten, um zu lernen, das man keine Jahrhunderte braucht um zu lernen mit ihnen umzugehen.

Etwa 2270 der Erdstandardzeit brach eine Revolte unter den Bewohnern der Kolonie aus. Angeführt von Ro’tin und seinen Freund Gal’na wollte eine Gruppe der Jüngeren wieder die Einführung der Technologie, um andere Planeten zu besuchen, und andere Spezies kennen zu lernen. Doch der Ältestenrat entschied, dass es so wie bisher immer noch am sichersten war, und lehnte ab. Daraufhin versuchte diese Gruppe die Macht im Dorf zu übernehmen und probten den Aufstand. Dieser scheiterte jedoch, und man beschloss die Aufständigen ins Exil zu schicken, und somit schickte man sie mit dem Kolonieschiff, das sie einst hergebracht hatte fort.

Aus den Abtrünnigen wurden schließlich die Son’a. Wie Piraten überfielen sie fremde Schiffe, und bauten sich mit der Zeit ein beständiges Machtimperium auf, das ihnen sogar die Mittel gab, eine Flotte von Raumschiffen zu entwickeln, die den besten der Föderation des Jahres 2376 gewachsen sind. Als nomadische Marodeure überfallen sie 2325 zwei primitive Welten, Tarlac und Ellora, deren Bewohner sie als Arbeiterklasse in ihre eigene Gesellschaft integrieren. Die beiden Rassen schienen sich nach fünfzig Jahren an ein Leben in völliger Unterwerfung angepasst zu haben, denn sie dienen in beinahe sämtlichen Funktionen unter den Son’a. Dies geht von der Kontrolle der Schiffssteuerung, als Soldaten bis hin zu den Verjüngungsprozeduren. Denn die Abwesenheit von der Koloniewelt mit der regenerativen Eigenschaften, lässt die Son’a wieder Altern. Mit allen Mitteln der modernen Technologien versuchen sie ihren Alterungsprozess aufzuhalten – mit mäßigem Erfolg. Zwar schafften sie es, gute 100 Jahre mit Genbehandlungen, Blutaustausch und Gesichtsstraffungen zu überleben, doch Mitte der 2370 haben sie ein Ende des Möglichen erreicht, und ihre Fähigkeit zur Fortpflanzung verloren, was sie zur Aussterbenden Rasse macht. Aber jenes führte sie schließlich zu einer List.

Man wendet sich an die Föderation, die zu der Zeit, nach Kriegen mit den Borg, dem Dominion und den Klingonen jeden Alliierten willkommen heißt, ganz gleich wie zwielichtig diese Personen sind.

Admiral Matthew Dougherty wird als Verbindungsmann geschickt, denn er glaubt, dass man die Son’a besser als Freunde denn als Feinde hat. Die Son’a haben eine Möglichkeit entwickelt, die metaphasische Strahlung der Planetenringe der Ba’ku Kolonie aufzusaugen und zu konzentrieren. Da die Föderation diese Technologie nicht duplizieren kann, beschließt man mit den Son’a zusammenzuarbeiten, und entwickelt einen Plan, die 600 köpfige Bevölkerung mit einen Holodeck-Schiff zu evakuieren, um sie woanders wieder anzusiedeln. Anschließend könne man ungehindert über den Planeten und seine Eigenschaften verfügen.

Doch als Lieutenant Commander Data, der zu der Zeit einem Überwachungsteam der Föderation angehörte, die Pläne aufdeckt, nimmt Captain Picard Ermittlungen auf.

Die Intervention Picard zeigt schnell auf, dass den Son’a oder zumindest Ahdar Ru’afo, jedes Mittel recht ist, um ihre Pläne durchzuführen. Ein toter Admiral stört sie da nicht, und letztendlich ist Ru’afo sogar bereit alle auf dem Planeten auszulöschen – auch seine eigene Familie.

Picard gelingt es mit Hilfe von Subahdar Gallatin - ehemals der Junge Gal’na - Ru’afo zu stoppen, und viele der Son’a werden von den Ba’ku wieder aufgenommen.

 

Die Son’a wurden danach jedoch nicht zum letzten Mal gesehen. Schon während des Dominion-Krieges waren sie dafür berühmt, ein Lieferant für die Droge Ketracel-White, das Lebenselixier für die Jem’Hadar zu sein. Nach dem Krieg versorgten einige Son’a, von denen man nicht weiß, ob sie unter Ru’afos Kommando standen, abtrünnige Jem’Hadar, die nicht dazu bereit waren nach dem Friedensvertrag mit den Gründern abzuziehen.

Aufgrund solcher Bedrohungen wurde im Sektor 441, inmitten des Briar Patch eine kleine orbitale Station errichtet, die zukünftig für die Sicherheit der Ba’ku sorgen soll. Weiterhin respektiert die Föderation den Wunsch zur Abgeschiedenheit.

Text by Thomas Raube

 

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