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Die Phylosianer sind, was das äußere Erscheinungsbild betrifft eine eher ungewöhnliche Lebensform. Sie sind intelligente Pflanzenwesen, die grob humanoid aussehen. Sie besitzen Kopf, Augenstiele, Beinauswüchse und einen Körper mit mehreren astartigen Gliedmaßen. Das Wurzelgeflecht, das die Beine darstellen bewegen sich wie Spinnenbeine, und erlaubt es ihnen, die gleichen Geschwindigkeiten wie ein gewöhnlicher Humanoid zu erreichen, der in einem zügigen Gang schreitet. Der Kopf ähnelt stark einer Himbeere, was Form und Farbe betrifft. Dort wo sich bei einem Menschen die Augen finden lassen sitzen bewegliche Augenstiele. Diese und der Haarkamm auf dem Kopf sorgen für eine Wahrnehmung, mit denen sie Objekte und Bewegungen wahrnehmen können, aber keine Farben. Phylos/sia ist ein frühes Mitglied der Föderation geworden, und seitdem tragen der Großteil der Bewohner Halsbänder mit eingebautem Universalübersetzer, da ihre eigene Sprache nicht auf Lauten basiert, sondern durch Berührung „übertragen“ wird. Bis in den 20 Jahren des 24. Jahrhunderts galten die Phylosianer als aussterbende Rasse. Doktor Stavos Keniclius, ein Wissenschaftler, der die eugenischen Kriege und das Klonen studiert hatte, floh 2098 nach Phylos, nachdem er sich geweigert hatte, für eine zwielichtige Sekte eine neue genetisch verbesserte Menschenrasse zu erschaffen. Die Phylosianer empfingen ihn mit offenen Armen und halfen ihm dabei das Kloning zu perfektionieren. Leider brachte er, ohne es zu wissen, eine neue Bakterie auf den Planeten, gegen die die Phylosianer nicht resistent waren. Bei der weltweiten Seuche starben circa sechzig Prozent der Bevölkerung, und die Sporenzellen der Überlebenden wurden steril, so dass sie keine Nachkommen mehr Zeugen konnten. Keniclius, der sich wegen seiner Schuld schämte, obgleich ihm die Phylosianer nicht die Schuld gaben, verließ den Planeten, und kehrte zur Erde zurück, wo er zwei Jahrzehnte daran forschte seinen Fehler wieder gut zu machen. Er kehrte später mit einem Wissenschaftsteam der Föderation zurück, die versuchten künstlich eine gesunde, nicht sterile Gruppe zu erschaffen. Hoffnung für die Betroffenen gab es nicht mehr, was hieß, dass nach den Tod der letzten Individuen die Rasse ausstarb. Was auch größtenteils geschah. Der Lebenserwartung von guten 250 Jahren verdankten sie es, dass ihr Volk das 24 Jahrhundert miterlebte, obwohl sich ihre Anzahl bis dahin auf Zehn Prozent der ursprünglichen Bevölkerung verringert hatte. Dr. Keniclius hatte mit seinen Versuchen nicht sterile Phylosianer zu klonen Erfolg gehabt. Doch leider gab es nicht genug unverseuchtes Genmaterial für eine groß angelegte Widerbevölkerung, so dass er es lediglich schaffte 400 gesunde Klone herzustellen. 2313 kam der Durchbruch einer neuen Gruppe Wissenschaftler, die es schafften, die letzte lebende Generation der noch verbliebenen Original-Phylosianer zu heilen. Bis ins Jahr 2370 hat sich der Bevölkerungsstand halbwegs normalisiert, und gemessen an der Bevölkerungszahl vor der Seuche, hat sich die Gesellschaft auf 50 Prozent erholt.
Die Phylosianer sind stets passiv und sehnen sich nach einem galaktischen Frieden. Kriege hat es auf ihren Planeten nie gegeben, und auch sonst geht Gewalt eher von Besuchern aus, nicht jedoch von den Phylosianern selbst. Obwohl sie zu einem großen Teil auf Technologie verzichten, kennen sie den Warpantrieb, haben Raumschiffe und besitzen ein großes Heilwissen. Die Unterkunft auf Raumschiffen der Starfleet erweist sich meist als schwierig, da die Phylosianer eine große Fläche alkalihaltiger Erde benötigen, in denen sie sich zum schlafen einpflanzen und damit auch die Nahrung aufnehmen. Trotz dessen gibt es einige von ihnen, die sich entschlossen haben, in die Starfleet einzutreten, und Dienst auf einen Raumschiff zu tun.
Phylos II und sein Mond kreisen um einen Typ G Stern, dem weitere drei Planeten und ein Asteroidenfeld umkreisen. Lediglich Phylos II beherbergt Leben, und dieses gleich vielfältig. Neben den Phylosianern gibt es noch eine weitere halbwegs intelligente Spezies, die Ketlaw-Pflanze, von dem die Föderationswissenschaftler sich immer noch nicht sicher sind, ob sie wirklich intelligent ist. Die Phylosianer behaupten dies jedenfalls. Die etwa 30 Zentimeter große silbrig schimmernde Blume besitzt zumindest einen ausgeprägten Überlebenswillen, wie Forscher in verschiedenen Experimenten herausgefunden haben. Eine Spezies, der man auf dem zu 60 Prozent mit grünen Landmassen bedeckten Planeten häufig begegnet ist die Swooper-Pflanze. Diese nicht intelligente Lebensform wird etwa einen halben bis fünf Meter lang, und fliegt Angriffe auf andere Wesen, denen sie ihre Sporen anhängen. Abgesehen davon, dass sie nervig werden können, sind sie eher harmlos. Text by Thomas Raube |
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