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Das orionische Sternensystem liegt nahe dem Zentrum der Föderation, inmitten des Orion-Nebel und dem ceruleanischen Nebelfleck namens ‚Orions Schatztruhe’. Auf dem dritten Planeten des Systems nahm die orionische Zivilisation ihre Anfänge, und breiteten sich dann auf dutzenden Planeten aus. Sechs Kolonien befinden sich allein in ihrem System. Die Orioner selbst sind humanoid aber leicht durch ihre grüne Hautfarbe von den Menschen zu unterscheiden. Weiterhin sind sie zumeist gut gebaut, was auf einen Körperkult zurückgeht, der besagt das nur ein perfekter Körper einen gesunden Geist beinhalten kann. Diese fanatische Denkweise hat zur Folge, dass Orioner nur gesunde Kinder zulassen. Missgeburten, Blinde, Taube oder Krüppel, werden sofort nach der Geburt umgebracht. Auch Mischlinge werden nicht geduldet, und sogar gejagt. So wollen sie einen Genozid vorbeugen. Die Orioner werden von den freien Welten nur als Verbrecher angesehen. Ihre Taten gehen von Schmuggel, über Diebstahl, bis hin zu Sklavenhandel und Auftragsmord. Der Schwarzmarkt auf Orion rühmt sich dafür, alles beschaffen zu können, was der Kunde wünscht. Ob dies nun romulanische Tarnvorrichtungen seien, ein Schlachtschiff der Föderation, oder ein Harem aus orionischen Sklavenmädchen. Der Sklavenhandel nimmt einen großen Teil auf den orionischen Märkten ein. Während die orionischen Sklavenmädchen bereits von Kindheit an darauf erzogen wurden, sich zur Ware zu machen, und den Preis durch Posierens vor den Bietern in die Höhe treiben, landen auch immer wieder Frauen aus anderen Spezies auf den Sklavenmärkten. Diese stammen zumeist aus Beutezügen, und niemanden interessiert es anschließend, ob diese Frauen Offiziere von Starfleet-Schiffen sind, oder von irgendwelchen Welten gekidnappt wurden. Die orionischen Wächter verstehen ihr Handwerk jeden Widerspruch ihrer „Ware“ zum Verstummen zu kriegen. Trotz der offensichtlichen Nähe zur Vereinten Föderation der Planeten betrachten sich die Orioner als Unabhängig. Zu einem Großteil wird diese Entscheidung wohl vom gefürchteten Orion Syndikat ausgehen. Das Syndikat wurde um die 2200er gebildet, und beinhaltet bis dahin bereits viele verschiedene Welten. So Rigel, Desotriana, Cy’vuri oder Beteigeuze. Bis ins 24 Jahrhundert ändert sich dies nicht. Zwar konnte die Föderation einige Planeten wie Desotriana oder Rigel durch den Beitritt zur Planetenunion aus den Fängen des Syndikats befreien, dafür haben sich aber andere Welten, so Nausicaa, Finnea oder Delios dem organisierten Verbrechen angeschlossen. Am beeindruckensten bekam die Starfleet die Skrupellosigkeit des Syndikats im Jahr 2267 mit, als die Orioner versuchten den Beitritt des Planeten Coridian (Desotriana) zur Föderation zu sabotieren, um somit eine Schmuggelroute zu sichern. Über Coridians Gesuch sollte auf der Babel-Konferenz entschieden werden. Ein chirurgisch zu einem Andorianer veränderter orionischer Spion schlich sich in den Stab von Botschafter Shras ein, und brachte den tellaritischen Gesandten Gav durch Anwendung einer vulkanischen Exekutionsmethode um, wodurch der Verdacht auf Botschafter Sarek fiel. Nachdem der Spion enttarnt wurde, richtete er sich selbst, um einem Verhör zu entgehen. Die Föderation und insbesondere die Starfleet versuchte schon immer vergeblich das Syndikat der Orioner zu sprengen, doch ihnen gelingen immer nur kleine Erfolge. Die weit verzweigte Organisationsstruktur macht die Aufgabe das Syndikat auszuschalten, schier unmöglich. Für jeden kleinen Fisch, den man verhaftet, stehen hundert andere bereit seinen Platz einzunehmen. Und an die Hintermänner heranzukommen ist gar nicht zu denken. Gängige Praxis ist es, Syndikatsmitglieder nachhaltig davon zu überzeugen, einen bestimmten Prozentsatz ihrer illegalen Einkünfte an den Anführer ihrer Bande zu zahlen. Diese zahlen wiederum an ihre Bosse und so weiter, bis schließlich die Drahtzieher im Hintergrund den größten Teil der Beute einstreichen, die ihr Imperium erwirtschaftet hat. Die Föderation hat oft versucht, die Hintermänner aufzuspüren, indem man Spione einschleuste, aber dadurch, dass sich das Syndikat mit Telepathen absichert, kommen nicht wenige Agenten im Sarg nach Hause. Die Idanianer, ebenfalls eine neutrale Rasse, aber der Föderation freundlich gesinnt haben jedoch einige Erfolge erzielt, in dem sie das Gedächtnis ihrer Agenten vorübergehend löschten und neu programmieren. Somit konnten die Telepathen des Syndikats getäuscht werden. Die idanianische Agentin Arissa schaffte es so, gemeinsam mit dem Sicherheitschef der Raumstation Deep Space Nine, einem mächtigen Mitglied des Syndikats auf Finnea Prime, Draim, das Handwerk zu legen. Besonders offensiv kann die Starfleet leider nicht gegen das Orion-Syndikat vorgehen, da sie kein Mitglied der Föderation sind, und in ihrem eigenen Gebiet machen können was sie wollen. Im Dominion-Krieg hielt sich das Syndikat weitestgehend unparteiisch, da sie es sich nicht leisten konnten, von eine der beiden Großparteien angegriffen zu werden. Aber dennoch nahmen sie von beiden Seiten Aufträge an. Denn sie arbeiten für den, der das höchste Gebot hat. So bekam eine Gruppe den Auftrag den klingonischen Botschafter auf Farius Prime zu töten, eine andere verdiente sich ein paar Extra Latinum-Barren, in dem sie Kriegsgefangene aus Dominion Internierungs-Camps herausschmuggelte. Text by Thomas Raube |
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