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Alien Guide - Die Denobulaner |

Die Denobulaner sind das Volk,
dem Doktor Phlox angehört. Sie stammen aus dem Sonnensystem Denobula Triaxa. Denobula besitzt nur einen einzigen Kontinent, der etwas größer
als der eurasische Kontinent der Erde ist. Die Bevölkerung beträgt im 22 Jahrhundert 12 Milliarden.
Phlox' Spezies fällt besonders durch die Furche in der Stirn und die
Knochenplatten, die von der Stirn bis ans Kinn reichen, auf.
Zwar sind die Denobulaner ein friedliches und umgängliches Volk, aber ihre
Geschichte ist dennoch eine blutige, wie die vieler anderer Völker auch. Vor
mehreren Jahrhunderten lebten die Denobulaner in dem arroganten Glauben, sie
seien die einzige intelligente Spezies im Universum. Der Erstkontakt mit einem
fremden Volk, den B'Saari, belehrte sie eines besseren. Nach dieser Begegnung
begannen die Denobulaner den Weltraum zu erkunden, lange bevor die Menschen auf
der Erde die ersten Maschinen bauten. Bei ihren Reisen durch das All trafen die
Denobulaner schon bald auf die Antaraner. Aus nicht näher bekannten Gründen
wurden beide Völker zu Feinden und führten daraufhin in den nächsten Jahrzehnten
mehrere brutale Kriege gegeneinander, in denen sich die Denobulaner teilweise
unnachgiebig und grausam zeigten. Der letzte Krieg zwischen beiden Spezies fand
vor etwa 300 Jahren statt, seitdem mieden sich beide Völker. In beiden
Gesellschaften wurden und werden jedoch der Hass und die Vorurteile gegenüber
den jeweils anderen aufrechterhalten. Aus der Erfahrung der schrecklichen Kriege
heraus veränderten sich die Denobulaner und wurden eine aufgeschlossene und
friedliebende Gesellschaft. Dennoch existiert immer noch eine Menge böses Blut
zwischen Denobulanern und Antaranern sowie es Gruppen von Extremisten in der
denobulanischen Gesellschaft gibt, die ihren Hass auf die Antaraner pflegen. So
wird es wohl noch einige Jahrzehnte dauern, bis sich die Denobulaner und ihre
ehemaligen Erzfeinde versöhnen können.
Dennoch unterscheiden sich von anderen Völkern in einigen wesentlichen Punkten,
dazu gehören sowohl physische als auch gesellschaftliche Aspekte: so mögen es
die Angehörigen von Phlox' Spezies nicht so gerne, wenn man sie körperlich
berührt. Paarungen unter den Denobulanern sind vielleicht auch aus diesem Grund
recht kompliziert, es werden eine Vielzahl von Ritualen praktiziert, bevor es
schließlich an die Paarung als solches geht. Dabei werden die männlichen
Denobulaner, die für gewöhnlich gehemmter als ihre Partnerinnen sind, vor allem
durch die starken Pheromone der Frauen angelockt, die Paarungsbereitschaft
signalisieren. Auch Begrüßungen laufen anders ab als bei den meisten anderen
Spezies. So küssen sich denobulanische Partner nicht, sondern ziehen es vor,
sich gegenüberzustehen und den Geruch des anderen aufzunehmen. Die Denobulaner
betreiben außerdem eine lebhafte Vielehe, sodass männliche Denobulaner mit drei
Frauen verheiratet sind und diese ebenfalls drei Ehegatten haben. Dies mag für
Völker, die so etwas nicht gewohnt sind etwas gewöhnungsbedürftig sein, jedoch
scheinen die Denobulaner gut mit dieser Lebensweise zurechtzukommen. Da sie ein
sehr geduldiges Volk sind, macht es ihnen auch nichts aus, für längere Zeit von
ihren Partnern getrennt zu sein.
Bei Mahlzeiten unterhalten sich Denobulaner normalerweise nicht, aber sie
sperren sich auch nicht dagegen, diese Verhaltensweise anzunehmen, wenn sie sie
für nützlich erachten.
Hat ein Denobulaner durch
Stress verursachte Halluzinationen, so wird dies als positiv erachtet, da es dem
Unterbewusstsein hilft, nervöse Energien abzubauen.
Zu den ethischen Überzeugungen der denobulanischen Ärzte zählt auch das
Äquivalent zum hippokratischen Eid, das besagt, den Willen des Patienten zu
respektieren und dessen Wünsche sogar über sein körperliches Wohl zu stellen. So
kann es vorkommen, dass denobulanische Mediziner nicht versuchen einen Patienten
zu retten, wenn dieser die Behandlung ablehnt, auch wenn dies den Tod des
Kranken/Verletzten bedeutet. So wird beispielsweise Schwerkranken ein Ende ihres
Leidens ermöglicht, allerdings können auch Patienten mit eigentlich heilbaren
Verletzungen bzw. Krankheiten ihr Veto gegen die Heilungsversuche eines Arztes
einlegen.
Die Denobulaner brauchen sehr wenig Schlaf, sodass man sie auch schon mal mitten
in der Nacht noch frisch und munter antreffen kann. An einem bestimmten Punkt
des Jahres begeben sich jedoch auch die Denobulaner zur Ruhe, sie fallen dann
für etwa sechs Tage in eine Art Winterschlaf. Zwar kann der Winterschlaf auch
auf weniger Tage verkürzt werden, aber Denobulaner, die man zu früh aus ihrem
Schlaf weckt, verhalten sich oft desorientiert und verwirrt. Die denobulanische
Physiologie ist äußerst kompliziert und ihr Immunsystem ist sehr robust und
anpassungsfähig, sodass ein Denobulaner beispielsweise auch einer Infektion mit
Borg-Nanosonden länger widerstehen kann als andere Spezies. Anatomische
Besonderheiten der Denobulaner sind ihre langen Zungen, ihre schnell wachsenden
Fußnägel, Knorpelplatten auf dem Rücken sowie äußerst dehnbare Gesichtsmuskeln,
die es ihnen erlauben, die scheinbar unmöglichsten Grimassen zu ziehen.
Auch in Wissenschaft und Forschung stehen die Denobulaner nicht hinter anderen
Spezies zurück. Als eines von wenigen Völkern des Alpha-Quadranten haben sie in
Experimenten Erfahrungen mit Nanotechnologie gesammelt.
Kulturell sind die Denobulaner sehr pragmatisch eingestellt. Vor einigen
Jahrhunderten hatten sie etwas ähnliches wie Filme, aber diese
Freizeitbeschäftigung hatte schließlich keine Zukunft mehr, als die Denobulaner
erkannten, dass das reale Leben interessanter ist. Auch Haustiere halten sich
die Denobulaner nicht.
Ein weiteres Merkmal von Phlox' Volk ist seine Weltoffenheit. Die Denobulaner
interessieren sich für andere Völker und deren Gebräuche. Um Neues kennen zu
lernen verlassen einige Individuen ihre Heimatwelt um sich z. B. Schiffen wie
der Enterprise mit ihrer größtenteils menschlichen Besatzung anzuschließen. Die
Teilnahme der Denobulaner an Austauschprogrammen jedweder Art ist ein weiteres
Indiz für ihre Freundlichkeit und Wissbegierde.
Denobulaner sind im 24
Jahrhundert Teil der Vereinten Föderation der Planeten.
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